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Virus verbreitete vertrauliche Daten von Trend Micro

03.04.2006 | 15:08 Uhr |

Trend Micro ist einer der führenden Hersteller von Antivirensoftware. Umso peinlicher ist das, was einem ehemaligen Mitarbeiter dieses Unternehmens passierte. Er verbreitete nämlich unwissentlich interne Unternehmensinformationen via P2P-Netzwerk – sein PC war mit einem Virus infiziert.

Der namentlich nicht genannte Trend Micro -Mitarbeiter hatte nämlich die unternehmenseigene Virenschutzsoftware nicht auf seinem Privat-Rechner installiert. Das ist besonders ärgerlich, weil Trend Micro allen Mitarbeitern die vom Unternehmen selbst hergestellte Schutzsoftware auch für deren private Rechner kostenlos zur Verfügung stellt.

Als der mittlerweile nicht mehr bei Trend Micros angestellte Mitarbeiter unter anderem Berichte an seinen Vorgesetzten sowie andere vertrauliche Unterlagen von seinem Firmen-Rechner auf seinen Privat-PC kopierte, schlug die Malware zu. Der Virus verbreitete die vertraulichen Information in einem Filesharing-Netzwerk, wie ein Unternehmenssprecher jetzt einräumte.

Der Fall ereignete sich bereits vor einem Jahr in Japan, Trend Micro verschwieg die Angelegenheit allerdings, weil eine der versehentlich verbreiteten Dateien den Namen eines Unternehmens trug, das Kunde von Trend Micro ist. Trend Micro wollte durch sein Schweigen verhindern, dass Interessierte nach diesem Dokument gezielt in den Tauschbörsen suchen.

Sie wollen den Virenjägern von Trend Micro über die Schulter schauen? Dann lesen Sie unsere Reportage:

Exklusiv-Report: Arbeitsplatz Virenlabor

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