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Virus in der Mikrowelle

30.06.2000 | 17:06 Uhr |

Computer-Würmer wie Timofonica sorgen für Ärger auf PCs für Ärger, sondern auch auf Handys. Durch die zunehmende Vernetzung von Alltagstechnologie mit dem Computer entstehen neue Risiken durch Computerviren, die ihre Schadenswirkung auf die angeschlossenen Apparate ausdehnen können.

Computer-Würmer (siehe Glossar) wie Timofonica sorgen nicht nur auf PCs für Ärger, sondern auch auf Handys. Durch die zunehmende Vernetzung von Alltagstechnologie mit dem Computer entstehen neue Risiken durch Computerviren, die ihre Schadenswirkung auf die angeschlossenen Apparate ausdehnen können.

Der Trend in der technischen Entwicklung geht dahin, auch Haushaltstechnik durch Rechner steuern zu lassen. Eine PC-Anbindungen von Kühlschrank, Mikrowelle und Kaffeemaschine könnte, wenn sie einmal richtig programmiert wurde, jeden Werktag das Frühstück schon bereitgestellt haben, bevor man auch nur die Küche betritt.

Mobile Telefone und Handheld-Computer dagegen sind dabei, sich mittels mobilen Internetbankings zu einer digitalen Geldbörse zu entwickeln. Es könnte schon bald möglich sein, den Einkauf beim Supermarkt Online von unterwegs abzuwickeln.

Trotz aller Erleichterungen, die diese Möglichkeiten für das tägliche Leben mit sich bringen, entwickeln sich auch neue Risiken. Hacker und Viren könnten über das Internet Zugriff auf den heimischen Kühlschrank nehmen. Der russische Antivirenspezialist Eugene Kaspersky (Autor von AVP) schildert in einer aktuellen Presseveröffentlichung einige Szenarien, die sich aus den neuen Möglichkeiten konstruieren lassen. "Niemandem würde es gefallen, wenn ein Virus die ganze Nacht lang die Kühlschrank offen stehen lässt. Aber stellen Sie sich nur vor, der Virus würde in den Hauptserver eines Krankenhauses eindringen, der die lebenserhaltenden Systeme der Patienten überwacht. In diesem Fall könnte der Ausgang tödlich sein."

Neue Virensoftware wird nötig sein, um die Vielzahl denkbarer Plattformen für Virenangriffe sicher zu machen. Kaspersky Lab will gegen Ende des Jahres ein Antivirenprogramm veröffentlichen, das sich unaufwändig auf allen Arten von Systemen und Prozessoren nutzen lässt. (PC-WELT, 30.06.2000, meh)

Englischsprachige Veröffentlichung von Kaspersky Lab

Englischsprachige Veröffentlichung von TAC

Wurm-Virus schickt SMS (PC-WELT Online, 06.06.2000)

Aktuelle Virennews der PC-WELT

Hintergrundberichte zu Viren und Antivirentests der PC-WELT

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