Virus in AutoCAD

Virenexperten haben einen Makrovirus entdeckt, der das CAD-Programm AutoCAD infizieren kann. Die Schadenswirkung ist unbedeutend, da der Virus namens "ACAD.Star" wegen diverser Programmierfehler nicht "unter normalen Betriebsbedingungen" vermehren kann. Allerdings wäre es nicht schwer, ihn umzuschreiben und mit Schadensfunktionen zu versehen.
Der russische Antivirensoftware-Hersteller Kaspersky Lab hat einen Makrovirus entdeckt, der das CAD-Programm AutoCAD infizieren kann. Allerdings ist die Schadenswirkung unbedeutend, da der Virus namens "ACAD.Star" wegen diverser Programmierfehler nicht "unter normalen Betriebsbedingungen" vermehren kann.
Wie die PR-Agentur von Kaspersky Labs gegenüber der PC-WELT mitteilte, befällt ACAD-Star Rechner, auf denen Windows NT ab Version 4.0 sowie das Programm AutoCAD 2000 installiert ist. Die Infektion äußere sich lediglich darin, dass eine Windows-Fehlermeldung erscheine, die keine weiteren Folgen nach sich ziehe. Die Gefahr bestehe jedoch darin, dass jemand den Virus umschreibe und mit einer Schadensfunktion versehe.
Dass jetzt auch AutoCAD für Makroviren anfällig ist, liegt nach Ansicht der Virenspezialisten daran, dass Hersteller Autodesk die Makro-Programmiersprache Visual Basic for Application (VBA) von Microsoft in die Software implementiert hat. Die meisten Makroviren sind genau in dieser Programmiersprache geschrieben. Makroviren machen etwa 70 Prozent des gesamten Virenbefalls aus.
"ACAD.Star" wurde erstmals am 18. Juli auf einer Website zum Thema Virenentwicklung veröffentlicht. Er stammt von einem Programmierer namens "AntiState".
AutoCAD ist eine CAD(=Computer Aided Design)-Software, die vor allem von Architekten und Maschinenbauern, aber auch bei der Entwicklung von Filmen und 3D-PC-Spielen, eingesetzt wird. (PC-WELT, 24.07.2000, sp)
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