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Virus auf den Servern von Kaspersky

10.06.2015 | 18:08 Uhr |

Kaspersky hat einen Trojaner auf den eigenen Rechnern gefunden, der offenbar Staaten ausspähen sollte.

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky haben auf ihren eigenen Servern einen Virus entdeckt, der große Ähnlichkeiten zum Trojaner Duqu aufweist. Der Schädling fiel dem Hersteller von Antiviren-Software erst nach mehreren Monaten auf. Als Quelle wird ein Mitarbeiter in Asien vermutet, der im Jahr 2014 einen schädlichen Anhang einer E-Mail öffnete.

Was genau der Trojaner erreichen sollte, ist noch nicht bekannt. Der Schädling stöberte jedoch in den Bereichen Technologie, Betriebssystem und Dokumenten zur aktuellen Bedrohungslage. Als Basis für den Schädling dient offenbar das 2011 erstmals aufgetauchte Spionagewerkzeug Duqu.

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Hinter der Attacke stünden nach Ansicht von Kaspersky nicht übliche Cyberkriminelle, sondern staatliche Angreifer. Weitere Infektionen stünden in Zusammenhang mit den „P5 + 1“-Gesprächen, dem Versuch einer Übereinkunft zwischen Großbritannien, den USA, China, Frankreich, Russland und Deutschland mit dem Iran. An den Tagungsorten seien Spuren des Trojaners gefunden worden.

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