1249489

Virtuelles für die Nase

25.04.2006 | 14:00 Uhr |

Multimedia ist mehr als Text, Bild und Ton. Gerüche sollen den Websurfer schon bald tief in die virtuelle Welt eintauchen lassen.

Düfte wie Vanille, frischer Apfel, Johannisbeere oder Humus begleiten den Wanderer auf einer virtuellen Reise in burgundische Weinregionen, während er Bilder zur Entstehung der edlen Tropfen sieht und Erklärungen hört.

Das „Web parfumé“ ist über eine gewöhnliche Internet-Seite ( www.vins-bourgogne.fr ) erreichbar, seine Geruchswelt erschließen jedoch erst spezielle Dufterzeuger. Sie verströmen computergesteuert die entsprechenden Aromen. Entwickelt wurde die Technik im Forschungslabor der France Télécom, die schon 1999 ein Patent zur Duftverteilung über Telekommunikations- und TV-Netze eintragen ließ.

Die Herausforderung, zur richtigen Zeit den gewünschten Duftreiz in der Nase zu erzeugen, ist enorm. In unseren Nasen sorgen rund 350 verschiedene Geruchsrezeptoren für ein gigantisches Spektrum an unterscheidbaren Düften.

Wie der Geruchssinn funktioniert, ist – im Gegensatz zum Sehsinn – kaum erforscht: Das Auge unterscheidet zwar Millionen von Farbtönen, aber sie lassen sich alle auf die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau zurückführen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1249489