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Virtuelles Labor für Genforschung am PC

11.10.2004 | 11:46 Uhr |

Sie wollten schon immer mal wissen, wie ein Experiment in einem Labor abläuft? Und spielerisch mit Zentrifugen und Reagenz-Gläsern hantieren? Dann könnte Lifelab das Richtige für Sie sein.

Der Brockhaus-Verlag hat auf der gestern zu Ende gegangenen Frankfurter Buchmesse sein Lifelab vorgestellt. Bei der Software handelt es sich um ein virtuelles Labor, mit dem sich molekularbiologische Versuche am PC durchführen lassen.

Lifelab bietet drei Experimentierfelder: Erzeugung von Impfstoffen in Pflanzen, Genregulation und Genetischer Fingerabdruck . Der Anwender kann den jeweiligen Versuch Schritt für Schritt am Rechner nachstellen. Das ansprechend gestaltete Programm fordert den Benutzer immer wieder zur Mitarbeit auf und weist ihn auf Fehler hin. Dann muss der Laborant einen neuen Anlauf unternehmen. Nach unserem ersten Eindruck vermittelt Lifelab durchaus Spaß an der Molekular-Biologie und motiviert zum Experimentieren. Die Inhalte der Software sind anspruchsvoll und erfordern konzentriertes Arbeiten sowie oft mehrere Anläufe, bis das Ergebnis stimmt.

So muss sich der Anwender zum Beispiel vor Beginn des Experiments erst die notwendigen Gerätschaften aus dem Regal zusammen suchen und die Schutz-Handschuhe anlegen. Und die Zentrifuge muss richtig bestückt und programmiert werden. Ansonsten meckert das Programm und verweigert die weitere Durchführung des Experiments. Außerdem sind immer wieder knifflige Rechen-Übungen mit molekularbiologischen Maßeinheiten gefordert.

Die Software bietet neben dem Herzstück – den virtuellen Experimenten – viele Hintergrundinfos, Möglichkeiten für persönliche Einstellungen und ein Forum zum Austausch mit anderen Anwendern. Lifelab wendet sich an Schüler der Sekundarstufe II, an angehende MTAs und BTAs sowie an Laboranten-Auszubildende.

Lifelab verfügt derzeit über die drei oben genannten Themenkreise, die separat erhältlich sein werden. Der Einzelpreis soll jeweils 31 Euro betragen. Das Gesamtpaket mit allen drei Themen wird Brockhaus für 79,95 Euro verkaufen. Zur genauen Verfügbarkeit gibt es noch keine Angaben, weitere Informationen zu diesem mit staatlicher Unterstützung entwickeltem Programm finden Sie hier .

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