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Virtueller Bluthund jagt Win-2000-Raubkopien

11.02.2000 | 12:00 Uhr |

Offiziell soll Windows 2000 am 17. Februar in San Francisco

Offiziell soll Windows 2000 am 17. Februar in San Francisco vorgestellt werden - doch bereits jetzt kämpft Microsoft gegen Raubkopien dieses Betriebssystems. Eigenen Angaben zufolge hat Microsoft allein in diesem Jahr über 100 Websites aufgespürt, die das Programm illegal zum Download anbieten.

Der Schaden sei enorm - schließlich habe man in die Entwicklung in rund drei Jahren rund eine Milliarde Dollar investiert.

Eine nicht näher bestimmte, sicherlich aber auch nicht geringe Summe müsse man dafür ausgeben, die Verbreitung illegaler Kopien von Windows 2000 zu verhindern. So schnüffle nun ein Programm in Manier eines "virtuellen Bluthunds" im Internet nach Websites, die unrechtmäßig das Betriebssystem anbieten. Auf ähnliche Weise sollen auch gefälschte Authentifizierungs-Zertifikate aufgespürt werden, die für den vorgeblich legalen Betrieb des Betriebssystems nötig sind.

Die von Microsoft betriebene technische Aufrüstung, um die illegale Verbreitung von Windows 2000 zu verhindern, ist enorm, sagte Microsoft-Anwältin Anne Murphy. Allein in den USA würden auf jedem vierten PC Applikationen benutzt, die nicht legal erworben wurden.

Offiziell wird Windows 2000 erst am 17. Februar 2000 in San Francisco von Bill Gates vorgestellt. Seit Monaten kursieren aber bereits Tausende von Versionen bei offiziellen Beta-Testern. Zudem wurden Vorab-Versionen an PC-Hersteller geliefert. Diese werden auf Rechnern bereits inoffiziell seit Wochen an Endkunden ausgeliefert. (PC-WELT, 11.02.2000, he)

Windows 2000 ab 800 Mark (PC-WELT Online, 25.1.2000)

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