73432

Virtualisierungs-Technologie im Kommen

09.05.2006 | 12:10 Uhr |

Von allen möglichen Seiten wird derzeit das Thema Virtualisierung massiv angeschoben. Einer der bekanntesten Vertreter für den Bereich zeichnet gar das Bild einer Art Ökosystem.

Das Thema Virtualisierung verzeichnet derzeit einen richtigen Boom. Erst kürzlich etwa in Form von Microsoft, das den Virtual Server 2005 Release 2 freigab sowie mit der Ankündigung aus Redmond, dass das Unternehmen Unterstützung für bestehende Virtual-Server-Verträge für Linux als Gastsystem leisten wird.

Andere in der Industrie stehen dem in Nichts nach. Red Hat ist dabei, in Red Hat Enterprise Linux 5 die Unterstützung für Xen 3.0 zu integrieren. Suse Linux 10.0 kommt mit einer Technology-Preview für Xen 3. Und Xensource schnürt ein Paket mit Virtualisierungs-Technologie genannt "XenEnterprise".

Hardware-seitig werkeln AMD und Intel fleißig an CPUs mit Virtualisierungs-Technik (bespielsweise im Desktop-Bereich, wir berichteten ). Was man sich davon verspricht: Hardware-unterstützte Virtualisierung wird, so glaubt Intel, unter anderem die Leistung verbessern indem die Hardware dazu gebracht wird, die Übergabe zwischen Virtualisierungs-Layers und den Gastsystemen zu übernehmen. Intel Xeon-Systeme mit neuen Fähigkeiten in diese Richtung sind noch für das erste Halbjahr und Itanium 2-Prozessoren für das zweite Halbjahr geplant.

Vmware, einer der bekanntesten Vertreter für den Bereich Virtualisierung, hat vor kurzem mit dem Vmware Player ein frei verfügbares Produkt zur Verfügung gestellt ( wir berichteten ), mit dem Anwender sich einen virtuellen Zweit-PC einrichten können. Einmal installiert und mit einem Gastsystem ausgestattet, haben Endanwender damit etwa ein sicheres System zum Surfen - wie das geht, beschreiben wir Ihnen im Artikel "Komplettes System gratis auf DVD" im aktuellen Heft (DVD-Ausgabe) auf der Basis von Ubuntu Linux 5.10.

Seit dem Launch des Players hat Vmware außerdem noch sieben weitere Vorhaben mit Stoßrichtung Virtualisierung angekündigt. Dementsprechend drehen sich viele Gespräche um Vmware, dabei belässt die Firma es aber nicht. Sie zeichnet das Bild einer Art Ökosystem - Virtualisierung als eine Chance für die gesamte Branche mit all ihren Wechselbeziehungen. Seit letzten Freitag ist Vmware dazu beispielsweise mit einigen anderen Firmen - Dell, Altiris und Intel - auf Tour für eine Reihe von Podiums-Diskussionen und Technologie-Demos. Eines der Hauptthemen ist die Interoperabilität. Rund einen Monat wird die aktuelle Roadshow in Australien und Neuseeland andauern.

Einen weiteren Beitrag in Richtung "Ökosystem" geht Vmware mit der Bereitstellung von Source Code: Firmen, die sich beim Community Source Partner Program registrieren, bekommen dazu Zugang. Bei allem was die Firma gegenwärtig macht, geht es um die Verbreitung der Virtualisierungs-Technologie an so viele Mitglieder der IT-Gemeinschaft und der Öffentlichkeit wie möglich, betont Paul Harapin, Managing Director von Vmware in Australien.

Mit dem VM-Ware Player zum Zweit-PC

Sicherer Surfen mit Vmware

Vertiefte Beziehung: Intel und Vmware

0 Kommentare zu diesem Artikel
73432