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Windows 8 kommt mit Hyper-V

08.09.2011 | 11:02 Uhr |

Microsoft wird in Windows 8 die Virtualisierungsplattform Hyper-V integrieren. Der Rechner, auf dem Windows 8 installiert ist, muss hierfür allerdings einige Mindestvoraussetzungen erfüllen.

Microsoft hat bisher seine Virtualisierungsplattform Hyper-V nur in Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2, also in den letzten beiden Server-Versionen von Windows, integriert. In einem Blog-Eintrag hat Windows-8-Chefentwickler Steven Sinofsky nun offiziell bestätigt, dass Hyper-V auch in Windows 8 enthalten sein wird. Im Juni war Hyper-V in einer Vorabversion von Windows 8 entdeckt worden.

Mit Hyper-V können mehr als ein 32- oder 64-Bit-Betriebssystem gleichzeitig auf einem Rechner laufen, indem die betreffenden Betriebssysteme innerhalb einer virtuellen Maschine laufen. Entwickler haben so die Möglichkeit, ihre Programme auf verschiedenen Systemen zu testen. Für Webentwickler bietet Microsoft beispielsweise vorgefertigte virtuelle Maschinen mit unterschiedlichen Versionen vom Internet Explorer zum Download an. Aber auch für Endanwender sind virtuelle Maschinen durchaus interessant, denn innerhalb der virtuellen Umgebung können Programme und Einstellungen ausprobiert werden, ohne das sich an der Konfiguration des realen Systems etwas verändert.

In folgendem Video stellt Microsoft Hyper-V unter Windows 8 vor:

Um Hyper-V unter Windows 8 nutzen zu können, muss der verwendete Rechner allerdings einige Mindestvoraussetzungen erfüllen. So wird Hyper-V nur in der 64-Bit-Fassung von Windows 8 enthalten sein und die 64-Bit-CPU(s) im System müssen SLAT (Second Level Address Translation) unterstützen, was bei allen aktuellen 64-Bit-Prozessoren von Intel und AMD der Fall ist. Außerdem sollten sich in dem Rechner mindestens 4 GB Arbeitsspeicher befinden. Sind die Voraussetzungen erfüllt, dann unterstützt Hyper-V die Erstellung und Nutzung von virtuellen 32- und 64-Bit-Betriebssystemen.

Hyper-V nutzt laut Angaben von Steven Sinofsky den zur Verfügung stehenden Speicher dynamisch und verteilt den ungenutzten Speicher unter den laufenden virtuellen Maschinen. Auf einem Windows-8-Rechner mit 4 GB Arbeitsspeicher können somit bis zu vier virtuelle Maschinen laufen. Wer mehr virtuelle Maschinen gleichzeitig nutzen möchte, der benötigt dementsprechend mehr Speicher. Eine virtuelle Maschine kann maximal 32 Prozessoren und 512 GB Speicher besitzen.

Der Zugriff auf die virtuellen Maschinen erfolgt wahlweise über VM Console (VMConnect) oder via Remote Desktop Verbindung. In VM Console kann die virtuelle Maschine die maximale Auflösung von 1600 x 1200 Pixel (32 Bit Farben) und einen Monitor nutzen. Beim Zugriff via Remote Desktop verhält sich die virtuelle Maschine wie ein echter PC. Es können also auch beispielsweise mehrere Monitore genutzt oder USB-Geräte direkt angeschlossen werden.

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