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Sun entknotet das Rechenzentrum

20.02.2008 | 13:10 Uhr |

Im xVM Ops Center verwalten Unternehmen sowohl physikalische als auch virtuelle Ressourcen unterschiedlicher Plattformen. Sun hat das Tool, das essentieller Teil seiner innovativen Virtualisierungsstrategie ist, nun offiziell freigegeben.

Pünktlich zum Start des xVM Ops Centers sprach Vijay Sarathy, Senior Director Sun xVM Marketing, mit der Fachpresse und erläuterte dabei auch Suns Virtualisierungsstrategie. Das Tool dient zum Management sowohl physischer als auch virtueller Ressourcen in heterogenen Rechenzentren. "Virtualisierung hat die Komplexität der Verwaltung in Rechenzentren klar erhöht", erklärt Sarathy den Hintergrund des Angebots. Das Ops Center sei eine Schlüsselkomponente von Suns offener Plattform xVM, "der Kreuzung von Virtualisierung und Management" für Rechenzentren. Die Unterstützung verschiedener Betriebssysteme, den Virtualisierungslösungen von VMware und Microsoft sowie unterschiedlicher Hardware-Plattformen sieht Sun als wesentlichen Aspekt seiner Virtualisierungsstrategie. Mit der xVM-Plattform will das Unternehmen ein umfassendes Angebot für Enterprise-Kunden mit heterogener Infrastruktur bieten. Um dabei bestmöglichen Support für Anwender gewährleisten zu können, wurden bilaterale Support-Agreements mit verschiedenen Partnern geschlossen, darunter Microsoft.

Das jetzt verfügbare xVM Ops Center bietet unter anderem ein Inventory-Management für Server-Ressourcen in einem Rechenzentrum sowie Managing- und Monitoring-Funktionen, die kritische Parameter überwachen und aktiv Probleme lösen sollen. Als Kernfeature bezeichnet Sarathy jedoch das Patch-Management für automatisierte Updates, das den Zeitaufwand für diesen bedeutenden Aspekt der Rechenzentren-Verwaltung deutlich reduzieren soll. Vorerst umfasst das xVM Ops Center entsprechende Tools für Betriebssysteme, speziell Red-Hat- und SuSE-Linux sowie Solaris. Schon bald soll mit dem Patch-Management auch Windows unterstützt werden, langfristig fasse Sun auch den Applikations-Layer eines Rechenzentrums ins Auge, meint Sarathy.

Die zweite Schlüsselkomponente von Suns Virtualisierungs-Konzept ist die noch in der Beta-Phase befindliche Hypervisor-Lösung "xVM Server" für Rechenzentren. Sie läuft sowohl auf x86- als auch SPARC-basierter Hardware. "Ein Hypervisor enthält eine reduzierte Version eines Betriebssystems, die auf einem Server installiert wird, um Virtualisierung zu ermöglichen", beschreibt Sarathy für pressetext. Suns Lösung basiere auf dem Open-Source-Code von Xen und bringe die Vorteile von Solaris in den Hypervisor ein. Das biete etwa Hardware-Monitoring-Funktionen und erlaube ein Bandbreiten-Management für einzelne virtuelle Maschinen.

Der zur Entwicklung von xVM Ops Center genutzte Quellcode wurde unter der GNU General Public License Version 3 veröffentlicht. Interessenten erhalten weitere Informationen und die Möglichkeit zur Community-Beteiligung hier . Kommerzielle Software-Abonnements für das xVM Ops Center mit Support gibt es abhängig von gewählten Features ab 100 Dollar pro verwaltetem Server. xVM Server soll im Juni allgemein verfügbar werden, Preise für kommerzielle Abonnements stehen noch nicht fest. Voraussichtlich gleichzeitig soll die Patch-Management Unterstützung für Windows im xVM Ops Center kommen.

"Wir sind im Prozess der Übernahme von innotek", betonte Sarathy im Rahmen des Pressegesprächs. Der deutsche Software-Hersteller zeichnet für die plattformübergreifende Virtualisierungslösung "VirtualBox" für Desktop-Systeme verantwortlich. Diese sei eine ideale Ergänzung zu Suns Lösung für den Rechenzentren-Bereich, hieß es in der Vorwoche bei Suns Ankündigung der Übernahme . (pte)

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