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Parallels soll auch den Servermarkt erobern

24.04.2008 | 13:22 Uhr |

Nachdem die Mac-Version von Parallels Desktop mehr als eine Million Mal verkauft wurde, soll ab Sommer eine Server-Version den Siegeszug fortsetzen.

Mit Parallels Desktop for Mac können Nutzer auf ihrem Apple-Gerät in virtuellen Desktops auch Windows, Linux und andere Betriebssysteme betreiben. Das erlaubt die Nutzung von Anwendungen, die nicht unter Mac OS X laufen. Das Produkt gilt als eine Speerspitze von Parallels Virtualisierungs-Angebot. "Wir stehen in Bezug auf Akzeptanz und Marktdurchdringung noch in den Anfängen der Virtualisierung", meint Stefan Prestele, Parallels Director Marketing and Communications EMEA, im pressetext-Gespräch. Gerade den Mittelstand will Parallels mit einem bald erscheinenden Server-Produkt ansprechen. Allgemein erwartet Prestele einen dynamischen Markt.

Im Juni 2006 wurde Parallels Desktop for Mac als erste Desktop-Virtualisierungslösung für Mac veröffentlicht. "Es war ein klarer Bedarf beispielsweise bei Knowledge Workern gegeben, die das Beste von Mac und anderen Welten nutzen wollen", begründet Prestele. Er führt Outlook als gängiges Beispiel einer Anwendung aus dem Windows-Bereich an, die damit einfach auf dem Mac genutzt werden kann. Auch für firmeneigene Anwendungen von Unternehmen ist die Virtualisierung geeignet. "Die Möglichkeit, Business-Anwendungen mittels Parallels Desktop for Mac völlig transparent auf der Mac-Plattform einzusetzen, ist eine der Haupttriebkräfte für die verstärkte Nutzung von Macs in Firmenumgebungen", kommentiert Frank J. Bernhard, Managing Principal and Technology Economist der OMNI Consulting Group . Inzwischen gibt es zwar Mitbewerber wie VMware Fusion , doch ist Parallels im Bereich der Desktop-Virtualisierung für Mac mit über einer Mio. verkauften Lizenzen nach eigenen Angaben Marktführer. "Wir wissen, dass wir einen ganz klaren Vorsprung haben", so Prestele.

Auch abseits des Macs ist Parallels in der Virtualisierung aktiv. "Technologisch sind die Produkte sehr reif und der nächste Schritt ist, die Komplexität zu reduzieren, um die Technologie weiter zu verbreiten", meint Prestele. Selbst bei Großbetrieben gäbe es nur eine geringe Durchdringung bei Server-Virtualisierung und daher ein großes Marktpotenzial. "Der Mittelstand hat sich an das Thema noch gar nicht recht herangewagt, aufgrund der Komplexität und den Initialinvestments, die damit oft einhergehen", erklärt Prestele. Den mittelständischen Markt will Parallels bald erobern. "Da setzen wir mit Parallels Server an", so Prestele. Das Produkt soll im Sommer erscheinen und die wichtigsten Funktionalitäten gerade für den Mittelstand abdecken. Als Vorzüge stellt Prestele eine einfache Handhabung und Installation sowie eine herausragende Performance zu einem sehr mittelstandsfreundlichen Preis in Aussicht.

"Virtualisierung wird eines der herausragenden Themen in der IT sein und in den nächsten Jahren auf der Agenda von IT-Verantwortlichen ganz oben rangieren", ist Prestele überzeugt. Der Trend werde Analysten zufolge bis 2012 anhalten. Ein interessantes Gebiet sei die "Virtual Desktop Infrastructure", bei der einzelne Arbeitsplätze statt vollwertigen Computern von einem Server bediente Thin Clients nutzen. Hier könne Parallels schon jetzt von einem Standardserver über 150 Desktops bereitstellen und verwalten, was auch eine erhöhte Sicherheit und Standardisierung mit sich bringe. Auch das komplexe Gebiet der Datenbankvirtualisierung sei eines, in dem Parallels gerade für SQL- und mySQL- Datenbanken sehr gute Lösungen anbieten könne. (pte)

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