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Virenscanner mit bedenklichen Mängeln

28.02.2000 | 17:21 Uhr |

Im gründlichsten bislang in Deutschland durchgeführten Vergleichstest von Antivirenprogrammen offenbarten sich bedenkliche Mängel. Zwar erkannten die meisten Programme Viren sehr gut bis gut, doch hatten viele Scanner Probleme mit verpackten Dateien. Schon bei Dateien in den verbreiteten Archivformaten ARJ, LHA, RAR und ZIP lieferten nur 6 von 16 getesteten Programmen eine makellose Leistung. Noch schlimmer sieht es aus, wenn Viren in Laufzeit-komprimierter Form unterwegs sind.

Im gründlichsten bislang in Deutschland durchgeführten Vergleichstest von Antivirenprogrammen offenbarten sich bedenkliche Mängel. Zwar erkannten die meisten Programme Viren sehr gut bis gut, doch hatten viele Scanner Schwierigkeiten mit verpackten Dateien. Schon bei Dateien in den verbreiteten Archivformaten ARJ, LHA, RAR und ZIP lieferten nur 6 von 16 getesteten Programmen eine makellose Leistung. Noch schlimmer sieht es aus, wenn Viren in Laufzeit-komprimierter Form unterwegs sind: Alle bis auf drei Antivirenprogramme sind blind für die gängigen Windows-Laufzeitkomprimierer.

Zu den besten Programmen im Test gehören FP-Win (PerComp-Verlag) und AVP (Datsec). Die weltweiten Marktführer Norton Antivirus von Symantec und VirusScan von McAfee kamen wegen ihrer Schwächen im Umgang mit komprimierten Dateien nur im vorderen Mittelfeld zu liegen. Norton Antivirus lag noch vor VirusScan, fiel jedoch unangenehm durch seinen großen Verbrauch an Festplattenspeicher auf (45,8 MB), während VirusScan zu den langsamsten Scannern gehörte.

Als nicht empfehlenswert erwiesen sich mit überwiegend unterdurchschnittlichen Platzierungen Sophos AV, PC-Cillin, eSafe und Antivir.

Der Vergleich der 16 Programme erfolgte in Zusammenarbeit zwischen der PC-WELT und der Universität Magdeburg. Beim technischen Test sollten die Scanner rund 30.000 Viren in rund 300.000 Dateien aufspüren. In einer Gegenprobe wurden den Viren-Scannern fast 2700 virenfreie Programme vorgesetzt, um Fehlalarme festzustellen. Die Überprüfung der Programme erstreckte sich auch auf die im Hintergrund aktiven Wächtermodule und die Desinfektion von Programm- und Makrodateien. Insgesamt hatte jedes Programm eine Datenmenge von rund 5 GB zu bewältigen. (PC-WELT, 28.02.2000, kk/ he)

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