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Virenreport: Grayware und File-Infektoren kommen

23.05.2006 | 13:16 Uhr |

Raimund Genes, CTO Anti-Malware bei Trend Micro, hat in einem neu veröffentlichten Virenreport wieder die Entwicklungen bei Malware unter die Lupe genommen. Anwender sollten sich demnach vermehrt auf Grayware und File-Infektoren einstellen.

Trend Micro hat seinen aktuellen Virenreport veröffentlicht. Analysen des Unternehmens zufolge sollten sich Anwender auf eine wachsende Welle von so genannter Grayware einstellen, die teilweise mit erpresserischen Methoden arbeitet, so Trend Micro. Eine weitere Bedrohung haben die Sicherheitsspezialisten in Form von File-Infektoren ausgemacht.

Bei Grayware - Trend Micro fasst Programme, die es direkt auf Portemonnaie von Anwendern abgesehen haben, unter diesem Begriff zusammen – ist im Vergleich zum letzten Jahr ein Wachstum von 100 Prozent zu verzeichnen. Als Paradebeispiel nennt Trend Micro den Schädling TROJ_ARHIVEUS.A. Die Malware verschlüsselt Dateien und fordert für die Entschlüsselung den Einkauf bei einer Online-Apotheke.

Als Rückkehrer sieht das Unternehmen File-Infektoren - von Spam, Phishing und Spyware eigentlich in den Hintergrund gedrängt, weil sie nicht über die Ausbreitungsgeschwindigkeit verfügen scheint seitens der Malware-Schreiber ein Umdenken erfolgt zu sein. Zu Vertretern der Gattung gehören PE_POLIP.A und PE_DETNAT.A. Das Sicherheitsunternehmen sieht sie als die "Speerspitze einer in den letzten Monaten kontinuierlich wachsenden Zahl von File-Infektoren". Sorge bereitet Trend Micro vor allem, dass File-Infektoren "oftmals sehr zerstörerisch, schwer zu entdecken und noch schwerer zu entfernen“ sind. Für Ende des Sommers rechnet Trend Micro mit einer neuen Welle dieser Spezies.

Neben der Analyse künftiger Bedrohungen hat Trend Micro auch wieder eine Malware Top Ten für Deutschland, Österreich und die Schweiz vorgestellt. An der Spitze gibt es keine Änderungen: WORM_NETSKY.P und HTML_NETSKY.P sind (nach 17 Monaten) immer noch oben auf. 28.166 Infektionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entfallen Zählungen von Trend Micro zufolge auf das Konto der beiden Schädlinge.

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