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Dramatischer Anstieg von Schadcode in E-Mails

Es ist die Vorhut einer neuen Spamwelle: Verseuchte E-Mails sollen Rechner infizieren und neue Bot-Netze bilden.

In den zurückliegenden sechs Wochen haben die Messaging-Experten von Retarus einen Besorgnis erregenden Anstieg von virenverseuchten E-Mails festgestellt. Es scheint sich dabei um die Vorhut einer neuen Spam-Welle zu handeln. Zahlen aus den Retarus-Rechenzentren belegen, dass die ersten acht Monate des Jahres an der Virenfront vergleichsweise ruhig waren, aber in jüngster Zeit ein dramatischer Zuwachs zu verzeichnen ist: Seit Anfang August 2008 verdoppelte sich die Zahl der infizierten Nachrichten, in den ersten beiden Oktober-Wochen verfünffachte sie sich sogar auf ein zehnfaches des Durchschnittswertes der ersten sieben Monate diesen Jahres.

Einen deutlichen Anteil an diesem Zuwachs hatte dabei der Trojaner "Agent-HNY". Mit diesem sollen Rechner offenbar gezielt infiziert werden, um neue Bot-Netze für den massenhaften Versand unerwünschter Werbemails aufzubauen.

"Nationale und internationale Behörden konnten in jüngster Zeit bemerkenswerte Erfolge im Kampf gegen Spam-Versender verbuchen und die Qualität der Spam-Bekämpfung steigt allgemein", erläutert Oliver Pannenbäcker, Vice President Electronic Services bei Retarus. "Um das nach wie vor leider erfolgreiche Geschäftsmodell Spam fortzuführen, ergreifen Spammer derzeit entsprechende Gegenmaßnahmen. Wir gehen davon aus, dass der Anstieg von Schadcode gewissermaßen die Vorhut einer neuen Spam-Welle ist, die auf uns zurollt." (jp)

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