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113, 115, 117 und 118

Vier neue Elemente im Periodensystem

04.01.2016 | 15:09 Uhr |

Dem Periodensystem wurden gleich vier neue Elemente hinzugefügt. Die 7te Periode ist damit komplett.

Über die Feiertage gab es eine wichtige Änderung beim Periodensystem der Elemente, die vor allem Chemie- und Physik-Begeisterte interessieren dürfte. Nach der Entscheidung der Internationalen Union für reine und angewandte Chemie (IUPAC) und Internationalen Union für reine und angewandte Physik (IUPAP) wurden dem Periodensystem zum Jahresende auf einem Schlag gleich vier neue Elemente hinzugefügt. Zuletzt war das Periodensystem im Jahr 2011 erweitert worden.

Zum 30. Dezember 2015 sind nun die vier neuen Elemente 113, 115, 117 und 118 hinzugekommen, die auch die siebte Periode vervollständigen. Die Elemente tragen derzeit die noch nicht final entschiedenen Namen Ununtrium (113), Ununpentium (115), Ununseptium (117) und Ununoctium (118) und die derzeit noch aus drei statt zwei Buchstaben bestehenden Abkürzungen Uut, Uup, Uus und UUo.

Bei allen vier neu hinzugekommenen Elementen handelt es sich um sogenannte "superschwere Elemente". Das Element 113 wurde zuerst in Japan entdeckt, dadurch darf zum ersten Mal überhaupt Asien den Namen eines Elements festlegen. Der Name für Element 113 wird dann zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. In US-Laboren wurden die beiden Elemente 115 und 117 entdeckt. Das Element 118 wurde bei einer Zusammenarbeit von Laboren in Russland und USA entdeckt.

Die an der Entdeckung der Elemente beteiligten Labore dürfen nun die Namen der Elemente auswählen. Laut den Regeln der IUPAC/IUPAP dürfen grundsätzlich alle nicht geschützten Begriffe verwendet werden. Allerdings muss unter anderem darauf geachtet werden, dass sich die Namen möglichst leicht in andere Sprachen übersetzen lassen und die aus maximal zwei Buchstaben bestehenden Abkürzungen noch nicht bei anderen Elementen zum Einsatz kommen.

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