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Windows Vista SP1 erscheint demnächst

25.01.2008 | 15:07 Uhr |

Mit dem Erscheinen des Service Pack 1 für Windows Vista kann bereits demnächst gerechnet werden. Gegenüber unserer US-Schwesterpublikation PC-World erklärte eine Microsoft nahe stehende Quelle, dass das Warten auf das Service Pack 1 bereits in Kürze vorbei sein werde. Ein oft genanntes Datum in diesen Tagen: Der 15. Februar.

Bis dato hat Microsoft noch keinen konkreten Termin für die Veröffentlichung des SP1 für Windows Vista genannt. Die Entwicklung selbst ist aber nahezu abgeschlossen. Eine weit fortgeschrittene Vorabfassung wurde bereits Anfang Januar zunächst Beta-Testern und dann auch der Öffentlichkeit vorgelegt. Seit einigen Stunden erhalten die Beta-Tester mit dem „Refresh 2“ eine neue Fassung zum Testen . In diesem Zusammenhang war aus Redmond erneut zu hören, dass der Termin für die Veröffentlichung des SP1 durch die Qualität bestimmt wird und man nun erneut auf das Feedback das Tester wartet.

Der Verdacht liegt nahe, dass die Entwicklung mit dem „Refresh 2“ nun komplett abgeschlossen wurde und letztendlich nun das Feedback der Tester entscheiden wird, ob noch nachgebessert werden muss oder ob das Service Pack 1 in der vorliegenden Form ausgeliefert werden kann. So lässt sich zumindest auch die Aussage der erwähnten Quelle deuten.

Auf einer taiwanischen Website, Digitimes.com, war in dieser Woche ein Gespräch mit einem Speicherhersteller veröffentlicht worden. Dieser war mit den Worten zitiert worden, dass die Hersteller von Speichern auf erhöhte Umsätze hoffen, wenn Microsoft am 15. Februar das Service Pack 1 für Windows Vista veröffentlicht. Damit war erstmalig ein konkreter Termin öffentlich geworden, der von dem auf Microsoft spezialisierten Analysten Michael Cherry allerdings als „so gut wie jedes andere Datum“ bezeichnet wurde. „Von dem, was wir wissen, könnten sie es schon morgen veröffentlichen“, sagte Cherry.

Andere Analysten gaben aber gegenüber PC-World ebenfalls an, gehört zu haben, dass Microsoft die Veröffentlichung am 15. Februar plant, den Termin aber noch nicht bekannt geben möchte, weil eine eventuell dann doch noch fällige Verschiebung für negatives Feedback sorgen würde.

Insbesondere Unternehmen stellen hohe Erwartungen an das Service Pack 1 für Windows Vista. Dessen Veröffentlichung dürfte für eine Umstiegswelle von XP auf Vista in Unternehmen sorgen. Hinzu kommt die Veröffentlichung von Windows Server 2008 Ende Februar (27.2), was ebenfalls zum Umstieg auf Windows Vista in großen und mittleren Unternehmen animieren wird.

Der Effekt des SP1 auf Privatanwender dürfte nicht so groß ausfallen. Bereits jetzt sind alle wichtigen Updates für Windows Vista über Windows Update erhältlich, so dass ein Warten hier eigentlich eher keinen Sinn macht, wenn man denn den Umstieg auf Vista wünscht. Nicht nur Sicherheits-Updates hat Microsoft kontinuierlich ausgeliefert, sondern auch unzählige Updates, die die Performance, Stabilität und Kompatiblität verbessert haben. Zusätzlich sind in den zwölf Monaten seit Erscheinen von Vista unzählige Treiber erschienen, die ebenfalls über Windows Update verbreitet werden. Früher musste immer auf Service Packs gewartet werden, mit Windows Vista relativiert sich in dem Bereich die Notwendigkeit des Service Packs, was sich auch in dessen geringer Downloadgröße von um die 65 MB bemerkbar machen wird, wenn man auf einem aktuell gehaltenen Windows Vista das Service Pack 1 aufspielen will.

Egal ob nun 15. Februar oder kurze Zeit früher oder später: Als unwahrscheinlich gilt, dass Microsoft den Patch-Day am 12. Februar nutzen wird, um das SP1 auszuliefern. Bislang hat Microsoft die Regel eingehalten, dass Service Packs nicht an Tagen veröffentlicht werden, an denen die Patch-Days abgehalten werden, um so eine strikte Trennung einzuhalten.

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