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Google stellt Android 2.2 vor

21.05.2010 | 09:06 Uhr |

Google hat Android 2.2 vorgestellt: Es bringt unter anderem einen deutlichen Tempo-Gewinn, Flash-Support, Hotspot- und USB-Modem-Funktion, Auto-Update-Funktion und wichtige Verbesserungen für Android im Unternehmenseinsatz.

Auf der Abschlussveranstaltung der Entwicklerkonferenz Google I/O hat Google die kommende Version 2.2 des Handy-Betriebssystems Android offiziell vorgestellt.

Eine wesentliche Neuerung von Android 2.2 (Codename „Froyo“) war schon vorab durchgesickert : Android 2.2 ist deutlich schneller als die Vorgängerversion Android 2.1. Möglich macht das der neue Dalvik-JIT-Compiler (JIT steht für Just In Time Compilation), der Anwendungen für Android deutlich schneller aus dem Java-Quellcode in Maschinencode übersetzt und damit die Programmausführung beschleunigt. Experten sprechen von einem Geschwindigkeitsgewinn zwischen dem Faktor 2 und 5. Außerdem wurde ein Fehler beseitigt, der zum Duplizieren von XML-Dateien führte, was wiederum den Bootvorgang verlangsamte. Froyo sollte schon allein deswegen schneller starten als Android 2.1 (Eclaire).

Auch der mit Android mitgelieferte Browser wurde beschleunigt: Google erklärte selbstbewusst, dass der Browser in Android 2.2 der schnellste mobile Browser der Welt wäre. Insbesondere haben die Android-Macher die Javascript-Ausführung verbessert, indem sie die V8 JavaScript-Engine eingebaut haben. Damit soll Android 2.2 Javascript-Code zirka 2 bis 3 Mal schneller ausführen als Android 2.1. Der Browser von Android 2.2 stellt zudem Websites mit Flash dar. Hierfür wurde der Flash Player 10.1 in Android integriert.

Wie bereits vor Tagen berichtet können sich bestimmten Smartphones mit Android 2.2 in einen Hotspot verwandeln lassen und damit bis zu acht Geräten via Wlan Zugang zum Internet verschaffen. Zudem wurde die Möglichkeit in Android 2.2 integriert, das Smartphone als USB-Modem für einen PC oder ein Notebook zu benutzen (bisher war hierfür zusätzliche Software erforderlich, beispielsweise HTC Sync). Bei der Touchscreen-Tastatur können nun mehrere unterschiedliche Sprachen gleichzeitig genutzt und zwischen verschiedenen Alphabeten umgeschaltet werden.

Aber auch für Android im Unternehmenseinsatz gibt es wichtige Neuerungen : Unternehmen dürften sich über den verbesserten Microsoft-Exchange-Support und Unterstützung für Gruppenrichtlinien freuen. Exchange-Accounts soll Android 2.2 automatisch erkennen (ab Exchange 2007), Exchange-Kalender werden automatisch synchronisiert. Veränderungen an der Programmierschnittstelle sollen es Entwicklern ermöglichen, Anwendungen zu erstellen, die bestimmte Sicherheits-Features (Mindestanforderungen an ein Passwort festlegen, Screenlock nach einer festgesetzten Zeit etc.) kontrollieren können. Bei den Passwörtern lassen sich Ziffern und Buchstaben-Ziffern-Kombination als Option vorgeben. Dateien lassen sich via Remote-Zugriff löschen. Damit wird Android ein Stück weiter fit für den Unternehmenseinsatz – bisher zeigt das von Google entwickelte Betriebssystem im Hinblick auf die Sicherheit in Unternehmen durchaus noch Schwächen.

Android 2.2 ist auf Wunsch im Hintergrund permanent mit einem Google-Server verbunden. Dadurch kann man vom PC aus von entsprechend programmierten Websites Daten an sein Android-Smartphone senden und bestimmte Aktionen auslösen. Hat man beispielsweise auf dem PC eine Adresse in Google Maps gefunden, kann man sie mit einem Klick übers Web an sein Handy schicken, das daraufhin automatisch die Navigation startet. Oder aber man möchte einen Artikel auf dem Smartphone zu Ende lesen - mit einem Klick wird die Web-Adresse vom PC an das Handy geschickt, das sofort den Browser startet. Ebenso kann man sich im Android Market vom PC aus umschauen und Apps auswählen können, die daraufhin ohne weitere Handgriffe sofort auf dem Smartphone installiert werden. Dafür muss das eigene Smartphone natürlich dem Android Market bekannt sein. So komfortabel das alles klingt - wie es um die Sicherheit bestellt ist, muss sich erst noch zeigen...

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