13306

Viele Betriebssysteme auf einem PC

03.05.2001 | 15:26 Uhr |

Connectix bietet ab sofort das Programm "Virtual PC" auch für PCs an. Bisher war das Programm Mac-Usern vorbehalten. Mit Virtual PC können auf einem Rechner mehrere Betriebssysteme parallel eingerichtet und bequem per Mausklick gestartet werden. Unter Windows ME kann so beispielsweise zusätzlich Windows 2000- oder Linux als "virtueller PC" eingerichtet und parallel genutzt werden. Nerviger Reboot oder das Einrichten verschiedener Partitionen bleibt dem Anwender damit erspart.

Connectix bietet ab sofort das Programm "Virtual PC" auch für PCs an. Bisher war das Programm Mac-Usern vorbehalten. Mit Virtual PC können auf einem Rechner mehrere Betriebssysteme parallel eingerichtet und bequem per Mausklick gestartet werden. Unter Windows ME kann so beispielsweise zusätzlich Windows 2000- oder Linux als "virtueller PC" eingerichtet und parallel genutzt werden. Nerviger Reboot oder das Einrichten verschiedener Partitionen bleibt dem Anwender damit erspart.

Bei der von Connectix veröffentlichen Version von "Virtual PC" handelt es sich um eine "Technology Preview". Diese kann kostenlos heruntergeladen und bis zum 1. Juli genutzt werden. Mitte Juni wird "Virtual PC" in der Endversion zum Preis von 200 Dollar (umgerechnet circa 450 Mark) veröffentlicht werden.

Vom Prinzip her arbeitet "Virtual PC" ähnlich wie das vor allem unter Programmentwicklern beliebte "VMware". Will der Anwender einen neuen virtuellen PC erstellen, unterstützt ihn ein hilfreicher Assistent. Im Gegensatz zu VMware kennt "Virtual PC" auch schon das Betriebssystem Windows XP. Somit kann also auch eine Beta-Version von Windows XP als virtueller PC eingerichtet werden. Auch die Einrichtung eines Linux-, Windows 2000-, Windows NT-, Windows 98/95/ME-Systems stellt kein Problem dar.

Ist der virtuelle PC einmal grob eingerichtet, lässt er sich wie ein normaler Rechner bedienen. Der virtuelle PC wird als eine Imagedatei auf dem Rechner gespeichert. Eine ausreichend große Festplatte im realen Rechner gehört daher zu den Grundvoraussetzungen.

Auf dem eingerichteten virtuellen PC muss zunächst einmal ein Betriebssystem installiert werden. Diese Installation dauert wesentlich länger als auf einem realen Rechner. Die Installation eines Windows-ME-Betriebssystems hat im Test über eineinhalb Stunden gedauert. Dafür war nach Abschluss der Installation alle Hardware im Rechner richtig erkannt, sogar Sound- und Netzwerk-Karte.

Auf dem emulierten Rechner liefen auch DirectX-Anwendungen problemlos, lediglich auf eine Hardwarebeschleunigung für Grafikkarten muss man verzichten. Die Geschwindigkeit des emulierten PCs ist überraschend hoch, so dass auch ein zügiges Arbeiten mit dem emulierten Betriebssystem möglich ist.

Im Gegensatz zu VMware funktioniert "Virtual PC" nicht nur auf Windows-2000-Rechnern, sondern verrichtet auch auf Windows ME-Rechnern problemlos seine Dienste.

Die Bedienung von "Virtual PC" ist einfach: Der eingerichtete virtuelle Rechner wird ausgewählt und in einem eigenen Windows-Fenster gebootet. Per Tastendruck schalten man in den Vollbild-Modus. Praktisch ist auch die Möglichkeit den virtuellen Rechner in einen Schlummer-Modus zu versetzen. "Virtual PC" speichert dann den aktuellen Status ab. Will man ihn später erneut nutzen, muss er nicht neu gebootet werden. Die Arbeit kann am ursprünglichen Punkt wieder aufgenommen werden.

Der Download von "Virtual PC" beträgt knapp zehn Megabyte. Da es sich bei der Version um eine Testversion handelt, muss man sich vor dem Download anmelden. Dabei muss auch eine Mail-Adresse angegeben werden, an die eine Registriernummer geschickt wird, ohne die die Installation nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann. (PC-WELT, 03.05.2001, pk)

Download von "Virtual PC"

PC-WELT Test: Vmware 2.0.2 for Windows NT and Windows 2000

PC-WELT Test: Vmware 2.0.2 for Linux

0 Kommentare zu diesem Artikel
13306