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Viel Gewinnpotenzial für Netzbetreiber bei Handy-Diensten

KPNG kam bei einer internationalen Umfrage zu dem Ergebnis, dass 40 Prozent aller Mobilfunkkunden bereit sind, weitere Kosten für Handy-Dienste in Kauf zu nehmen.

Die Unternehmensberatung KPNG kam bei einer internationalen Umfrage zu dem Ergebnis, dass 40 Prozent aller Mobilfunkkunden bereit sind, weitere Kosten für Handy-Dienste wie Internet, Musik oder Spiele in Kauf zu nehmen. KPNG ist dabei der Meinung, die Netzbetreiber sollten ihr Geschäftsmodell an das der Online-Suchdienste anlehnen. Dieses Feld führt bei den großen Mobilfunkern noch ein Nischendasein. Der Trend des mobilen Internets wird sich in nächster Zeit vor allem mit UMTS und mit HSDPA natürlich noch beschleunigen.

Die Empfehlung von KPNG sollte allerdings zumindest als fraglich eingestuft werden, da der Kunde mit den neuen HTML-fähigen Browsern für mobile Endgeräte (wie z.B. Opera) vermutlich eher die ihm bereits im Internet bekannten Suchdienste aufrufen wird. Das Konzept eines eigenen Webportales, wie es mit Vodafone live oder T-Zones bereits realisiert wurde, ist dabei womöglich der elegantere Weg, da sie für mobile Endnutzer einen direkten Mehrwehrt bieten.

KPNG kritisiert weiter das Abwerben von Kunden mit immer neuen Sonderangeboten. Hier sollte nach Meinung der Berater eher eine stabile Kundenbasis mit konvergenten Dienstleistungen aufgebaut werden. Damit wird man für Werbekunden und Partner im Onlinehandel attraktiv und eröffnet neue Einnahmequellen. Die Mobilfunker könnten ihren Kunden zum Beispiel maßgeschneiderte Werbung per SMS oder als Video schicken, wobei zu überdenken ist, welche Zielgruppe der Netzbeteiber als seinen Kundestamm ansieht.

Etwa 81 Prozent der Befragten haben zudem angegeben, dass sie Dienste aus einer Hand bevorzugen. Laut KPMG ließe dies auf enormes Potenzial für die Verrechnung von Leistungen, die ein Mobilfunkanbieter im Auftrag Dritter anbietet, schließen. Bei konvergenten Diensten sind Netzbetreiber Schaltstellen für unzählige Applikationen und Inhalte. Verrechnungsmanagement wird deshalb künftig zu einer Schlüsselkompetenz der Mobilfunkanbieter werden, wie es schon mit dem Premium-SMS oder der Online-Bezahlmethode T-Pay der Fall ist. In Asien ist man hierbei schon weiter: Dort sind Scanner oder Nahbereichsfunktechniken im Einsatz, die nicht nur ein einfaches Bezahlen mit dem Handy möglich machen, sondern noch weitere Anwendungsoptionen wie Verschlüsselung von Türen oder Leitmanagement via Handy.

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