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Videospiel-Pionier Ralph H. Baer ist gestorben

08.12.2014 | 11:21 Uhr |

Ralph Henry Baer ist am Wochenende im Alter von 92 Jahren gestorben. Er gilt als Vater der Heim-Spielekonsolen und von Pong.

Der deutsch-amerikanische Spieleentwickler Ralph Henry Baer ist am Samstag im Alter von 92 Jahren verstorben. Baer hatte Mitte der 1960er-Jahre das Ziel, ein Gerät zu entwickeln, mit dem man auf jedem Fernseher Spiele spielen konnte. Ende der 1960er Jahr erfand und patentierte er mit Odyseey das erste Heim-Videospielsystem der Welt. Es kam dann 1972 unter dem Namen Magnavox Odyseey auf den Markt. 

Ralph Baer entwickelte mit Bill Harrison auch das Ping-Pong-Videospiel, bei dem zwei Spieler mit Schlägern einen Punkt über das Spielfeld jagen. Darauf basierte einige Jahre später das Spiel Pong, das Atari erfolgreich auf den Markt brachte. Und sich damit eine Klage durch Baer einhandelte, die dieser auch gewann. Atari zahlte schließlich 700.000 US-Dollar, um die Magnavox-Patente nutzen zu dürfen.

Das von Baer Ende der 1970er Jahre erfundene Musikspielzeug Simon erfreute sich hierzulande unter dem Namen Senso einer hohen Beliebtheit. Bis zu vier Personen treten bei Senso gegeneinander an. Es besitzt vier farbige Felder, die abwechselnd aufleuchten. Der Spieler muss sich die Reihenfolge merken und dann wiederholen. Mit jeder Runde leuchte eine weitere Farbe auf.

Im Jahre 2006 erhielt Ralph M. Baer vom damaligen US-Präsidenten George W. Bush die "National Medal of Technology". Die Auszeichnung "National Medal of Technology" wird an Persönlichkeiten vergeben, die den "Geist amerikanischer Innovation verkörpern" und die mit ihrem Wirken die amerikanische globale Wettbewerbsfähigkeit gefördert haben. Sie gilt als die höchste US-Auszeichnung im Bereich Wissenschaft und Technologie.

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