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Videos für alle: Finanzspritze für Youtube

08.11.2005 | 16:11 Uhr |

Die Betreiberfirma der Video-Gallerie Youtube hat eine Finanzspritze von 3,5 Millionen US-Dollar erhalten. Der Investor Sequoia Capital hatte einst auch Yahoo und Google finanziert.

Vorbei sind die Zeiten, als man Bekannte und Verwandte mit endlosen Super-8-Filmen vom letzten Urlaub quälen konnte. Jetzt geht das ganze viel einfacher und effektiver mit dem (noch) kostenlosen Web-Dienst wie Youtube . Das Konzept von Youtube erinnert an den Service von Flickr . Nur dass es bei Youtube nicht um Bilder geht, sondern um Videos. Angemeldete Benutzer können ihre Aufzeichnungen hochladen, mit Tags versehen und so einem großen Publikum zeigen.

Die Technik von Youtube basiert auf Flash: Hochgeladene Videos konvertiert der Server ins Flash-Format, damit die Videos ohne obskuren Codecs in jedem Browser mit Flash-Plug-in laufen. Die Anmeldung ist zur Zeit umsonst und es gibt für die hochgeladenen Videos keine Zeitbegrenzung, nur eine Größenbegrenzung von 100 MB.

Eine Finanzspritze von 3,5 Millionen US-Dollar hat nun die Venture-Capital-Firma Sequoia ins drei Monate alte Youtube gepumpt. Sequioa ist kein Unbekannter. Die Investoren hatten bisher ein glückliches Händchen und investierten beispielsweise schon in Yahoo, Google und Paypal - heute Schwergewichte im kommerziellen Web.

Youtube ist nicht der einzige Anbieter einer Video-Plattform im Internet. Ein Mitbewerber ist Revver, das erst vor einem Monat seine Pforten öffnete. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, wieviele Anbieter der Markt verträgt und wer das bessere Businessmodell vorweisen kann. Ein lohnendes Businessmodell kann auch einfach darin bestehen, einen Hype zu generieren, um dann von einem großen Anbieter wie Yahoo, Microsoft oder Google gekauft zu werden. Vorgemacht hat dies beispielsweise Ludicorp Research and Development, die Firma, die hinter Flickr steckt. Im März 2005 hatte Yahoo die Firma übernommen. Für einen ungenannten Betrag, der bei etwa 50 Millionen US-Dollar liegen dürfte, wie die Marktauguren des Wall Street Journals meinen.

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