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Adobe stellt Flash Media Encoding Server vor

15.09.2008 | 14:19 Uhr |

Mit dem neuen Tool lassen sich Videos aus unterschiedlichen Quellen ins Flash-Format konvertieren. Das soll dem Hersteller einen Marktvorteil vor Konkurrent Microsoft und dessen Silverlight verschaffen.

Adobe stellte auf der International Broadcasting Conference mit dem Flash Media Encoding Server ein Tool vor, das es Anwendern von Windows Media und anderen Formaten erleichtert, Videos für die Ausgabe mit dem Adobe Flash Player zu konvertieren. Die Präsentation des Tools ist eine klare Kampfansage an Konkurrent Microsoft und dessen Browser-Plug-In Silverlight .

„Anwender, die wegen vorhandener Windows-Media-Inhalte Silverlight nutzen wollen, haben es mit unserem Tool leichter, sich für Flash zu entscheiden“, erklärt Adobe-Produktmanagerin Laurel Reitman.

Adobe Flash Media Encoding Server konvertiert Windows-Media-, MPEG-4- und H.264-Videos ins FLV- oder F4V-Format, so dass sie mit dem Flash Player abgespielt werden können. Für bessere Ergebnisse bietet das Programm Filterfunktionen für Audio und Video, Farbkorrekturen und mehr. „Flash ist das Nummer-1-Format für Videos im Internet“, so Reitman. Auch für Unternehmen sei die Software interessant: Sie könnten sie in ihre Website einbauen, so dass Angestellte damit Videos für Trainings-, Besprechungs- und Marketingzwecke erstellen können.

Die Software läuft bisher nur unter Windows XP oder Windows Server 2003. Laut Reitman sei das auf Rhozet-Technologie basierende Programm Adobes erster Schritt in Richtung Videokodierung. „Adobe-Produkte- und -Software genießen unter Verbrauchern ein hohes Ansehen. Viele suchen nach einer Komplettlösung von Adobe.“ Auch Grid-Computing, bei dem mehrere Rechner gemeinsam die Konvertierungsarbeit übernehmen, werde unterstützt.

Adobe Flash Media Encoding Server wird voraussichtlich Ende 2008 erhältlich sein. Der Preis liegt bei 6000 US-Dollar.

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