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Videobänder: Strafe für Sony, Fujifilm und Hitachi Maxell

22.11.2007 | 11:09 Uhr |

Die EU-Kommission hat aufgrund von Preisabsprachen eine Kartellstrafe gegen Sony, Fujifilm und Hitachi Maxell verhängt.

Während in privaten Haushalten Videobänder nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, kommen im professionellen Umfeld oft noch die Formate Betacam SP und Digital Betacam zum Einsatz. Die entsprechenden Bänder werden von den Unterhaltungselektronik-Konzernen Sony , Fujifilm und Hitachi Maxell produziert. Jetzt wurden die Unternehmen von der EU-Kommission zu einer Kartellstrafe in Höhe von rund 74,5 Millionen Euro verurteilt, da sie unerlaubte Preisabsprachen getroffen haben. Sony trifft es mit rund 47 Millionen Euro besonders hart, während Fujifilm (13,2 Millionen Euro) und Hitachi Maxell (14,4 Millionen Euro) vergleichsweise glimpflich davon kommen.

Die EU-Kommission reduzierte die Strafen für Fujifilm und Hitachi Maxell sogar, da die Firmen während der Ermittlungen mit den Wettbewerbshütern zusammen arbeiten. Sonys Strafe wurde dagegen um 30 Prozent erhöht, da das Unternehmen die Untersuchung während einer Durchsuchung von Geschäftsräumen direkt behindert habe. Der Konzern entschuldigte sich inzwischen für das Verhalten der betreffenden Mitarbeiter. Die drei Unternehmen sollen zwischen 1999 und 2002 Absprachen getroffen haben, um die Preise für Betacam-SP- und Digital-Betacam-Bänder künstlich hochzuhalten oder anderweitig zu kontrollieren.

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