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Video-Portal YouTube schadet Musik-Verkäufen

14.04.2014 | 05:38 Uhr |

Einer aktuellen Studie zufolge sind nicht nur illegale Tauschbörsen, sondern auch Video-Portale wie YouTube für die sinkenden Album-Verkaufszahlen verantwortlich.

In den vergangenen Jahren widmeten sich zahlreiche Studien den negativen Auswirkungen von illegalen Internet-Tauschbörsen auf die Musik-Industrie. Wie eine aktuelle Studie der Fairfield University und der University of Colorade zeigt, scheinen sich jedoch auch andere Faktoren auf die sinkenden Album-Verkaufszahlen auszuwirken – kostenlose Video-Streaming-Portale wie YouTube beispielsweise.

Für ihre Arbeit haben die Forscher das Platten-Label Warner Music und dessen 2009 verhängten YouTube-Bann untersucht. Durch einen Lizenzrechtsstreit entfernte Warner damals die Musik all seiner unter Vertrag stehenden Künstler vom Video-Portal. Diese Künstler, deren Album in den Billboard 200 Album-Charts zu finden war, verglichen die beiden Universitäten mit anderen Musikern, deren Videos noch immer auf YouTube vertreten waren.

Die Studie kommt dabei zu überraschenden Ergebnissen: Die Künstler, die während des Warner-Blackouts nicht mehr auf YouTube verfügbar waren, verkauften in der fraglichen Zeit bis zu 10.000 Alben pro Woche mehr als ihre Kollegen. Die Studie zeigt laut den Forschern, dass YouTube nicht immer einen positiven Promotion-Effekt haben muss, sondern den Album-Verkäufen von Musikern auch schaden kann, da ausgewählte Songs über das Portal kostenlos verfügbar sind.

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