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Vergleich: Samsung Galaxy S7 vs. iPhone 6s

23.02.2016 | 15:30 Uhr |

Kampf der Giganten: Wir vergleichen die beiden Flaggschiffe Samsung Galaxy S7 und Apple iPhone 6s.

Das Flaggschiff Galaxy S7 ist da! Zeit, es mit dem ewigen Konkurrenten iPhone (6s) zu vergleichen - nur so lässt sich sagen, ob Samsung zu Recht an der Smartphone-Spitze steht.

Samsung Galaxy S7 vs. Apple iPhone 6s: Fazit

Ja, wir vergleichen in diesem Fall Äpfel mit Birnen bzw. ein iOS-Smartphone mit einem Android-Handy, die völlig verschieden sind. Dennoch ist interessant zu sehen, dass ein iPhone 6s mit deutlicher schwächerem Motor ein knapp besseres Ergebnis im Benchmark-Test erzielt - der Grund: Bei Apple stammen Software und Hardware aus dem eigenen Hause und sind fast perfekt aufeinander abgestimmt. Dagegen verbaut Samsung das etwas bessere und vor allem hochauflösendere Display. Außerdem gibt es eine Speichererweiterung und ein wasserfestes Gehäuse. Die Kameraqualität ist bei beiden Geräten auf einem ähnlich hohen Niveau - beide gehören zu den besten Cams im Smartphone-Bereich.

Interessant ist auch der Preis: Samsung bietet sein aktuelles Flaggschiff mit 700 Euro rund 50 Euro günstiger an als Apple sein älteres iPhone 6s mit halb so großem Speicher.

Samsung Galaxy S7 & Galaxy S7 Edge im ersten Test

Das Duell: Samsung Galaxy S7 vs. iPhone 6s

Design und Display: S7 ist wasserdicht

Das iPhone 6s ist tatsächlich ein schönes und handliches Smartphone aus Aluminium. Dagegen ist das Galaxy S7 aus Glas und Aluminium gebaut und sieht damit nicht nur hochwertig aus, es liegt auch besonders angenehm in der Hand. Das neue S7 ist etwa so groß wie das iPhone 6s, allerdings ist das Display mit 5,1 gegenüber 4,7 Zoll deutlich größer - das Samsung-Handy hat also ein besseres Display-zu-Gehäuse-Verhältnis. Zudem ist die Auflösung mit 2560 x 1440 Pixeln gegenüber 1334 x 750 Pixeln viel höher. Das iPhone 6s ist dagegen mit einem druckempfindlichen Display ausgestattet (3D Touch), was eine neue Art der Bedienung zulässt. In der Praxis sind aber beide Bildschirme ähnlich scharf. Jedoch fällt bereits mit bloßem Auge auf, dass das S7 einen Tick dicker ist, es sind genau 0,8 Millimeter. Trotzdem ist es mit insgesamt 7,9 Millimetern immer noch dünn.

Beide Smartphones besitzen jeweils ein Unibody-Gehäuse, Sie können den Akku nicht einfach austauschen. Auf den jeweiligen USB-Anschluss sowie den SIM-Slot kommen wir im nächsten Punkt zu sprechen.

Gegenüber dem iPhone 6s ist das S7 nach Norm-IP68 zertifiziert und damit wasser- und staubdicht, wiegt aber auch rund 10 Gramm mehr.

Ausstattung: Speicher erweiterbar beim S7

Apple verbaut im iPhone 6s einen eigenen Lightning-Anschluss - der Vorteil: Sie können das USB-Kabel nicht verkehrt herum einstecken, es gibt kein oben und unten. Der Nachteil: Nur Apple verwendet diesen Anschluss.

Die meisten Androiden setzen seit Jahren auf Micro-USB. Neuerdings auf USB-Typ-C, das nicht nur schnelleres Laden erlaubt, sondern auch zweiseitig eingesteckt werden kann. Dennoch verbaut Samsung einen klassischen Micro-USB-Anschluss. Die öffentliche Begründung: "Typ-C ist noch nicht so verbreitet, mit Micro-USB könne man sämtliche Zubehöre und Kabel verschiedenster Anbieter nutzen." Tatsächlich ist es aber so, dass Lieferanten nicht die Stückzahlen von USB-Typ-C-Kabeln garantieren konnten, die Samsung forderte, wie wir durch Gespräche auf dem MWC erfahren konnten.

Das iPhone 6s bietet zwar 3 Speichergrößen (16, 64 und 128 GB), allerdings keine Speichererweiterung. Das Galaxy S7 dagegen kommt nur mit 32 GB internem Speicher, kann dafür aber via Micro-SD-Karte aufgestockt werden.

Daten

Samsung Galaxy S7

Apple iPhone 6s

Display (Technik)

Super AMOLED

Retina Display HD

Größe, Auflösung

5,1 Zoll, 2560 x 1440 Pixel

4,7 Zoll, 1334 x 750 Pixel

Pixeldichte

576 ppi

326 ppi

Prozessor

Samsung Exynos 8890

Apple Ap

CPU (Takt, Kerne)

4 x 2,3 GHz + 1,6 GHz, Octacore

Dualcore

RAM-Speicher

4 GB

2 GB

Betriebssystem

Android 6.0.1

iOS 9

Besonderheit

Wasser- und staubdicht, schneller Autofokus

3D Touch

Speicher (intern, erweiterbar)

32 GB, ja

16, 64, 128 GB, nein

Kamera (Foto, Video)

12 MP, 4K

12 MP, 4K

Internet (Speed)

LTE Cat9

LTE Cat6

WLAN

11ac

11ac6

Bluetooth

Bluetooth 4.2

Bluetooth 4.2

NFC

ja

ja

Akku (Kapazität, Einbau)

3000 mAh, fest

1715 mAh, fest

SIM-Karten-Art

Nano-SIM

Nano-SIM

Gewicht

152 Gramm

143 Gramm

Abmessung (mm)

142 x 69,6 x 7,9

138,3 x 67,1 x 7,1

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers)

699 Euro

739 bis 959 Euro

Performance: Octa-Core vs. Dual-Core

Als Motor dient jeweils eine im eigenen Hause entwickelte CPU. So arbeitet das Galaxy S7 mit dem Exynos 8890 mit 8 Kernen, das iPhone 6s mit dem Apple A9 mit nur 2 Kernen. Heißt aber noch lange nicht, dass das iPhone schlechter performt. Apple hält bewusst die Leistungsstandards niedrig, damit Entwickler von Programmen und Spielen effiziente Apps programmieren, die stets flüssig laufen. So ist auch der Arbeitsspeicher mit 2 GB gegenüber 4 GB im S7 kleiner.

Im Antutu-Benchmark, im Video leider nicht zu sehen, weil wir diesen erst später ausführen konnten, erzielt das iPhone 6s mit 132419 Punkten rund 5 Punkte mehr als das Galaxy S7. Beide Smartphones sind also extrem leistungsstark und führen die Rankings an.

Samsung Galaxy S7 & Galaxy S7 Edge im ersten Test

Kamera: 12 Megapixel bei beiden Geräten

Samsung senkt die Kamera-Auflösung von 16 auf 12 Megapixeln - wie beim iPhone 6s. Weniger Pixel bzw. Dioden auf einem gleichgroßen Bildsensor bedeuten, dass die einzelnen Pixel größer werden und mehr Bildinformationen enthalten, was sich letztlich auf die Qualität auswirkt! Die Pixelgröße wächst laut Samsung übrigens von 1,2µm auf 1,4µm an. Außerdem setzen die Koreaner jetzt auf eine f/1.7-Blende, die bis zu 56 Prozent mehr Licht einfangen soll als die f/1.9-Blendenöffnung im Galaxy S6.

Die Fotoqualität beider Smartphone-Kameras ist sehr ähnlich - und vor allem sehr gut! Apple nutzt seit dem iPhone 6 einen Phasenvergleichs-Autofokus, der schnell und vor allem smooth arbeitet. Dank "Dual Pixel" hat auch das Galaxy S7 einen neuen Autofokus bekommen, der das komplette Layer des Sensors für den Fokus verwendet - das Ergebnis ist ähnlich!

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