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Via vs. Intel: Luftballon-Streit von Gericht entschieden

02.01.2003 | 14:11 Uhr |

Der Streit zwischen zwei großen Firmen treibt manchmal seltsame Blüten. Aktuelles Beispiel: Wegen ein paar Luftballons hat Via seinen Konkurrenten Intel vor Gericht gezerrt. Angeblich hätten Intel-Mitarbeiter auf einer Fachmesse die Ballons von Via und damit deren Eigentum zerstört.

Der Streit zwischen zwei großen Firmen treibt manchmal seltsame Blüten. Aktuelles Beispiel: Wegen ein paar Luftballons hat Via seinen Konkurrenten Intel vor Gericht gezerrt. Angeblich hätten Intel-Mitarbeiter auf einer Fachmesse die Ballons von Via und damit deren Eigentum zerstört.

Im taiwanischen Taipei entschied nun ein Bezirksgericht über den Fall. Konkret hatte Via den Intel-Managern Stanley Huang, Marketing-Chef von Intel Asien/Pazifik und Kelly Wu, Chefin von Intel Taiwan, bezichtigt, sich auf der Fachmesse "Computex" in Taipei im Jahre 2001 am Eigentum von Via vergriffen zu haben. Ebenfalls auf der Anklagebank saßen zwei Mitarbeiter der Firmen MagicMedia und Acer Sertek.

Wie das Branchenmagazin " Digitimes " meldet, sprach der Richter die Beschuldigten frei. Intel konnte dem Gericht eine Vereinbarung mit den Firmen Fastfame Technologie und Jetway Information vorweisen, die es dem Prozessor-Hersteller gestatteten, Werbemittel von Via von den betreffenden Ständen zu entfernen.

Via will die Niederlage vor Gericht nicht auf sich sitzen lassen und kündigte bereits Berufung an. Die von Intel dem Gericht vorgelegte Vereinbarung sei ein Beweis dafür, mit welchen Mitteln Intel gegen Konkurrenten vorginge, ließ Via verlauten.

Die juristischen Geplänkel zwischen Via und Intel ziehen sich bereits seit einigen Jahren hin. Die Unternehmen haben sich bereits desöfteren gegenseitig vorgeworfen, Patente gebrochen zu haben. Eine Chronik der rechtlichen Auseinandersetzungen der beiden Firmen finden Sie bei Digitimes.com (in englischer Sprache).

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