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Via entwickelt Pentium-4-Chipsatz

26.07.2000 | 12:07 Uhr |

Noch haben sie keine Erlaubnis von Intel, dennoch basteln VIA-Ingenieure bereits an einem Pentium-4-Chipsatz, der DDR-SDRAM unterstützt. Die Chancen für VIA stehen nicht schlecht, die Lizenz zu erhalten. Denn Intel hat sich mit Rambus geeinigt, keine DDR-SDRAM-Chipsätze zu entwickeln. Und wenn Rambus nicht bald deutlich billiger wird, können PC-Hersteller Pentium-4-PCs nicht zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten.

Noch haben sie keine Erlaubnis von Intel, dennoch basteln VIA-Ingenieure bereits an einem Pentium-4-Chipsatz, der DDR-SDRAM (siehe Glossar) unterstützt. Die Chancen für VIA stehen aber nicht schlecht, die Lizenz zu erhalten: Laut Vertrag bekommt Intel von der Firma Rambus 1 Million Aktien zum Schnäppchenpreis von 10 Dollar pro Stück (siehe auch PC-WELT 6/2000, Seite 13 oder im PC-WELT-Online-Archiv), falls Intel unter anderem bis 2003 keine DDR-SDRAM-Chipsätze für PCs entwickelt.

Wird Rambus-Speicher (siehe Glossar) in den nächsten Monaten nicht deutlich billiger, können PC-Hersteller Pentium-4-PCs aber nicht zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten. Entweder löst Intel dann selbst das Problem und bringt einen eigenen DDR-SDRAM-Chipsatz - muss aber beim derzeitigen Rambus-Aktienkurs auf immerhin 344 Millionen Dollar verzichten. Oder Intel überlässt - ähnlich wie beim Pentium III - Via das SDRAM-Chipsatz-Geschäft. (PC-WELT, 25.07.2000, ms)

"Contingent Warrants" (Aktienoptionen für Intel) auf der Rambus-Site

Pentium 4 ohne Rambus (PC-WELT Online, 20.7.2000)

Innovationen rund um den PC (PC-WELT 6/2000, Seite 13 im PDF-Format)

PC-WELT-Service: Die aktuellen CPU- und RAM-Preise

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