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Verwirrung um WhatsApp-AGBs

23.05.2014 | 17:18 Uhr |

Eine Klausel in den AGBs des Messengers WhatsApp erlaubt dem Unternehmen angeblich die uneingeschränkte Nutzung aller von Mitgliedern versendeten Bilder.

Der Messenger WhatsApp geriet in dieser Woche erneut in die Schlagzeilen. Das Handelsblatt betraute einen Anwalt mit der Überprüfung der AGBs des Unternehmens und gelangte dabei zu einer schockierenden Enthüllung – die jedoch, wie sich im Nachhinein herausstellte, gar nicht so weitreichend ist, wie befürchtet.

Rolf Becker, Rechtsanwalt in der Kölner Kanzlei Wienke & Becker, meinte unter Punkt 5B(ii) entdeckt zu haben, dass Mitglieder dem Unternehmen mit der AGB-Zustimmung eine weltweite Lizenz für die Nutzung ihrer über den Dienst versendeten Bilder erteilen. Laut der Annahme könnte WhatsApp also jegliche Fotos, die Freunden über die App geschickt wurden, für Werbezwecke einsetzen.

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Ganz so schlimm ist es jedoch nicht. Wie der Journalist Andreas Rickmann in seinem Blog aufklärt, wird WhatsApp lediglich eine Lizenz für Bilder erteilt, die im Status verwendet werden. Diese Regelung schließt also lediglich das Profilbild ein. Die Rechte an den in den Chat-Gesprächen eingebundenen Fotos bleiben bei den Nutzern.

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