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Windows Vista meldet inkompatible Antivirusprogramme

21.07.2009 | 15:22 Uhr |

Verfrühte Änderungen im Windows Sicherheitscenter irritieren Anwender durch Meldungen über angeblich inkompatible Sicherheits-Software. Grund sind Änderungen in der Schnittstelle des Sicherheitscenters mit dem Service Pack 1.

Seit etwa einer Woche treten bei einigen Anwendern irritierende Meldungen des Windows Sicherheitscenters (WSC) auf. Angeblich sei das Antivirusprogramm nicht kompatibel. Tatsächlich geht es lediglich um die Schnittstelle, über die Schutzprogramme ihren Status an das WSC melden. Microsoft hat diese Schnittstelle mit dem Service Pack 1 für Vista verändert. Die Gnadenfrist für ältere Schutzprogramme sollte jedoch eigentlich erst im September ablaufen.

Die Veränderungen an der Programmierschnittstelle (API) zum WSC, die Microsoft mit dem Service Pack 1 für Vista vorgenommen hat, führen dazu, dass einige ältere Antivirusprogramme oder Desktop Firewalls ihren Update- und Aktivitätsstatus nicht mehr im korrekten Format an das WSC melden können. Microsoft hatte den Herstellern eine Übergangszeit ("grace period") von 18 Monaten nach Installation des Service Pack 1 für Vista eingeräumt. Diese beginnt im September 2009 abzulaufen, denn das SP1 ist im März 2008 erschienen.

Bis dahin unterstützt Vista beide Varianten der WSC-API, Windows 7 RC enthält nur die neue Version. Doch Microsoft hat inzwischen beschlossen , den Ablauf dieser Gnadenfrist anders zu berechnen. Für Rechner, auf denen eine Vista-Version mit integriertem SP1 installiert ist, ist die Frist damit bereits am 14. Juli abgelaufen. Davon betroffene Antivirusprogramme oder Firewalls erfüllen weiterhin ihre Schutzfunktion, können jedoch zum Teil ihren Status nicht in der vorgesehenen (neuen) Art und Weise an das Sicherheitscenter von Windows Vista melden.

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