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Vertragsstrafen für Deutsche Telekom festgelegt

02.07.2002 | 12:15 Uhr |

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post setzte die Vertragsstrafen bei Verstößen gegen die Durchleitung auf der "letzten Meile" fest. Neu geregelt werden die Vertragsbedingungen für den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung und für Kollokationsbereitstellungen der Deutschen Telekom. Sollte der Rosa Riese in Zukunft die Vereinbarungen mit seinen Wettbewerbern nicht mehr einhalten, drohen ihm Geldbußen.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) setzte die Vertragsstrafen bei Verstößen gegen die Durchleitung auf der "letzten Meile" fest. Neu geregelt werden die Vertragsbedingungen für den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) und für Kollokationsbereitstellungen der Deutschen Telekom. Sollte der Rosa Riese in Zukunft die Vereinbarungen mit seinen Wettbewerbern nicht mehr einhalten, drohen ihm Geldbußen.

Falls die Deutsche Telekom die vereinbarten Kapazitäten den Konkurrenten nicht termingerecht bereitstellt, muss sie für jeden Tag Fristüberschreitung Strafen zahlen. Pro Einzelanschluss werden 20 Euro, bei Kollokationsräumen 250 Euro pro Tag Fristüberschreitung fällig. Die Telekom kann diesen Vertragsstrafen nur entgehen, wenn sie nachweisen kann, dass sie an der verspäteten Bereitstellung kein Verschulden trifft.

Aber auch die Wettbewerber können zur Kasse gebeten werden, indem sie zu einer sorgfältigen Planung verpflichtet werden, falls sie mehr als 100 TAL pro Region planen oder bestellen. Falls die Wettbewerber die eingeplanten TAL nicht in feste Bestellungen umwandeln, müssen sie für jede nicht genutzte "letzte Meile" Abstandzahlungen von zehn Euro berappen, sofern die Fehlplanung nicht innerhalb bestimmter Toleranzgrenzen liegt. Wettbewerber mit weniger als 100 angemeldeten TAL je Monat trifft keine Pflicht zur absoluten Einhaltung der Planungsabsprachen.

Mit den für diesen Bereich erstmals definierten Vertragsstrafen soll die Deutsche Telekom dazu gebracht werden, sich enger an die vertraglichen Lieferbedingungen zu halten, wie Matthias Kurth, Präsident der RegTP erläutert. Die Mitteilung der RegTP können Sie hier lesen.

Kollokationsräume dienen in öffentlichen Netzen der Aufstellung und dem Betrieb von technischen Einrichtungen von verschiedenen Teilnehmernetzbetreibern und Konkurrenten der Telekom. Dabei handelt es sich um einen separaten Raum innerhalb einer Vermittlungsstelle, der von allen Betreibern genutzt werden kann.

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