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Vertragsänderung: Universal-Titel künftig nicht mehr automatisch bei iTunes

06.07.2007 | 14:22 Uhr |

Bislang konnte sich iTunes nach Belieben im Musik-Katalog von Universal Music austoben und alle Songs anbieten. Doch damit ist nun Schluss, künftig könnten bestimmte Musikstücke nur noch über andere Online-Händler verfügbar sein.

Zwischen Universal Music und Apple iTunes ist es offenbar zu Unstimmigkeiten gekommen. Diese haben zu einem neuen Kooperationsvertrag geführt, der den Zugriff seitens iTunes auf den Musik-Katalog von Universal einschränkt. In einer Mitteilung von Universal Music an unsere Kollegen von Macworld UK heißt es: "Universal Music hat entschieden, seine lange Partnerschaft mit Apple iTunes nicht zu verlängern. Universal Music wird seine Musik nun an iTunes derart vermarkten, wie es mit anderen Händlern geschieht." Diese "at-will"-Basis bedeutet schlicht, dass künftig Universal Music bestimmen kann, welcher Titel wo erhältlich sein wird.

Von Universal stammen in den USA immerhin rund ein Drittel aller veröffentlichten Alben, iTunes wiederum ist mittlerweile der drittgrößte Musik-Händler in den USA. Jährlich überweist iTunes geschätzte 200 Millionen Dollar auf die Konten von Universal. Doch trotz dieses Geldregens will Universal offenbar künftig Titel bestimmter Bands online nur über Exklusiv-Deals anbieten. Dahinter könnte auch der Versuch stehen, den Einfluss von iTunes auf das Online-Musikgeschäft zu mindern.

Universal war schon längere Zeit nicht mit allen Punkten von iTunes zufrieden. Streit gab es beispielsweise um die Preisstruktur des Online-Shops, bei dem jeder Titel 99 Cent kostet. Universal wären gestaffelte Preise lieber gewesen, was seitens Apple aber immer wieder abgelehnt wurde. Anzunehmen ist also, dass Songs angesagter Universal-Bands, die künftig nicht mehr über iTunes erhältlich sind, für Anwender teurer werden.

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