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Verspäteter Millenium-Bug

16.03.2001 | 18:03 Uhr |

Der "Geburtstag" des Betriebssystems Unix am 9. September könnte zum Stolperstein für viele Anwender werden. Es droht das Eine-Milliarde-Sekunden-Problem.

Der "Geburtstag" des Betriebssystems Unix am 9. September könnte zum Stolperstein für viele Anwender werden.

Nach dem Jahr-2000-Problem drohe sowohl Unix als auch Linux-Nutzern das Eine-Milliarde-Sekunden-Problem. Beide Systeme werden am 9. September eine Milliarde Sekunden alt. Bei vielen Anwendern könnte es an diesem Tag zu ähnlichen Problemen kommen wie beim Übergang in das Jahr 2000.

Auch wenn das Eine-Milliarde-Problem bei weitem nicht die Dimension des Jahr-2000-Problems habe, sollten Programmierer und Administratoren möglichst bald untersuchen, ob ihre Anwendungen davon betroffen sein könnten. Schließlich sei durch gute Vorbereitung der Übergang in das Jahr 2000 hervorragend gemeistert worden. Wer wird sich schon wegen des Sekundenüberlaufs blamieren wollen?

Für Unix- und Linux-Systeme beginnt die Zeitrechnung 1. Januar 1970 um 0.00 Uhr. Überschreitet der Sekundenzähler am 9. September um 3:46:40 MEZ die Milliardengrenze, hat das zunächst zwar keine unmittelbaren Folgen.

Viele Anwender benutzten jedoch statt binärer Ziffernfolgen eine Zeichenkette zur Darstellung der Zeit bei Meldungszeilen oder Datenbankeinträgen. Dadurch könne es zu ähnlichen Schwierigkeiten kommen, wie sie das Jahr 2000 nach sich zog: Feldlängen werden überschritten und Sortier-Algorithmen stimmten nicht mehr. (PC-WELT, 16.03.2001, dpa/ ml)

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