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Versicherung will Fitness ihrer Mitglieder überwachen

21.11.2014 | 17:03 Uhr |

Generali plant für spezielle Lebens- und Krankenversicherungen die Erfassung von Gesundheitsdaten ihrer Kunden.

Fitness-Tracker werden immer beliebter. Die kleinen Begleiter werden in der Regel am Handgelenk getragen und speichern neben den Schritten, auch die Schlafgewohnheiten oder helfen bei einer gesünderen Ernährung. Die Daten, die durch Fitness-Gadgets erfasst werden, will sich nun der Versicherer Generali zunutze machen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, will das Unternehmen künftig im Rahmen spezieller Lebens- und Krankenversicherungstarife Daten zur Ernährung, der Fitness und den Lebensgewohnheiten seiner Kunden erfassen.

Die Überwachung des gläsernen Versicherungskunden könnte dem Bericht zufolge in Kooperation mit dem französischen Versicherer Discovery erfolgen. Über sein Vitality-Gesundheitsprogramm belohnt der Konzern einen gesunden Lebensstil. Kunden müssen hierfür über eine Smartphone-App nachweisen, wie viele Schritte sie täglich zurücklegen oder wann sie Vorsorgetermine wahrgenommen haben. Auch sportliche Aktivitäten werden in das so genannte Telemonitorin mit einbezogen.

Als Belohnung für die Einsicht in die eigenen Lebensgewohnheiten sollen den Versicherten Prämien oder Gutscheine für Reisen und Fitness-Studio-Abos winken. Das System könnte in den nächsten zwölf bis 18 Monaten in Deutschland eingeführt werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Fitness-Überwachung von einer freiwilligen Tarifoption in den nächsten Jahren zur Pflicht für Versicherte wird.

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