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Anstieg bei Malware in P2P-Netzen

07.09.2009 | 15:48 Uhr |

Seit einigen Tagen ist in Peer-to-Peer-Netzwerken wie Bittorrent eine deutliche Zunahme infizierter Dateien festzustellen. Die Anzahl verseuchter Downloads in Tauschbörsen hat sich gegenüber August nahezu verdreifacht.

Der Bochumer Antivirushersteller G Data warnt vor infizierten Downloads in P2P-Tauschbörsen. Die Zahl verseuchter Dateien hat seit Anfang letzter Woche stark zugenommen. Fanden die Bochumer im gesamten August noch 9400 Malware-Dateien bei Bittorrent und anderen Peer-to-Peer-Netzwerken, sind allein in den ersten drei Tagen der letzten Woche bereit 2400 schädliche Downloads entdeckt worden.

Nach Angaben von G Data sind besonders Software-Raubkopien, Kartenmaterial für Navigationsgeräte, Klingeltöne, Videos und Musikmitschnitte mit Malware verseucht. Allein der Torrent-Tracker Torrentreactor.net kommt auf einen Anteil von 90 Prozent der Befunde, vor torrent.to. Im August lag torrent.to noch vorne. Torrents haben sich praktisch als Nachfolger der früheren Tauschbörsen etabliert. Das Angebot an legalen und illegalen Dateien ist riesig und die dezentrale Datenübertragung sichert eine schnelle, weltweite Verbreitung.

Die Zahl der täglichen Nutzer von Bittorrent geht in die Millionen und entsprechend attraktiv sind solche Netze auch für die Verbreiter von Malware aller Art. Besondere Vorsicht ist bei angeblichen Cracks ("Keygenerator") für Lizenz-Software geboten. Häufig handelt es sich hierbei um Trojanische Pferde. Auch angebotene Raubkopien von Windows 7 oder Mac OS X 10.6 sind mit Malware verseucht.

G Data warnt daher vor der Nutzung solcher Tauschbörsen. Neben urheberrechtlichen Problemen handelt man sich schnell auch Trojanische Pferde ein, die Passwörter ausspionieren oder den Rechner zu einem fremdgesteuerten Teil eines Botnet machen.

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