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Verseuchte ISOs auf der Linux-Mint-Website

22.02.2016 | 15:31 Uhr |

Über die offizielle Webseite von Linux Mint wurden für kurze Zeit verseuchte ISOs des Betriebssystems verbreitet.

Der Internetauftritt der beliebten Linux-Distribution Linux Mint wurde von Hackern attackiert . Dabei konnten sich die Angreifer auch an den ISO-Dateien zu schaffen machen. Wer am 20. Februar eine Version des Betriebssystems heruntergeladen hat, könnte sich also ein verseuchte Version eingefangen haben.

Laut Betreiber befand sich in der zeitweise zum Download angebotenen Version von Linux Mint eine Hintertür. Hacker können sich darüber private Daten des Nutzer verschaffen. Betroffen sei jedoch nur die Cinnamon Edition von Linux Mint 17.3. Wer am Wochenende eine andere Version heruntergeladen hat oder für den Transfer auf einen Torrent oder direkten HTTP-Link gesetzt hat, sei nicht gefährdet.

Die offizielle Webseite linuxmint.com ist auch heute noch nicht erreichbar. Die Betreiber arbeiten an einer Absicherung ihres Systems. Via Blog werden Nutzer über weitere Entwicklungen informiert. Dort finden sich beispielsweise Möglichkeiten zur Überprüfung der eigenen ISO-Datei von Linux Mint. Sollte tatsächlich eine verseuchte Version des Betriebssystems heruntergeladen worden sein, so empfiehlt sich eine Löschung der Datei von allen Datenträgern. Andernfalls könnte das Betriebssystem zu einem späteren Zeitpunkt doch wieder auf einer Festplatte landen, denn auf den ersten Blick unterscheidet sich der Installationsvorgang nicht von dem der Original-Version.

Wurde eine verseuchte Version von Linux Mint schon installiert, so sollten alle damit verwendeten Passwörter geändert werden. Vor der Löschung der Distribution sollten alle persönlichen Daten vom Rechner gesichert werden. Eine Infektion der eigenen Dateien ist nicht zu befürchten. Da auch das Forum von Linux Mint attackiert wurde, sollten angemeldete Nutzer auch ihr Passwort ändern. Dies ist jedoch erst möglich, wenn das Forum wieder erreichbar ist.

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Die verseuchten ISO-Dateien wurden möglicherweise von Hackern aus Bulgarien verbreitet. Die Ermittlungen stünden jedoch noch am Anfang.

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