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Verlage öffnen Online-Portal für Trauernde

05.10.2006 | 12:54 Uhr |

Die moderne Todesanzeige finanziert sich mit kontextsensitiver Werbung; ein Millionengeschäft wird nicht erwartet.

Die Verlage Ippen, WAZ und Holtzbrinck starten ein bundesweites Trauer-Portal im Internet. Die WAZ-Gruppe in Essen bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des Münchner Wochenmagazins "Werben & Verkaufen" ( W&V ). Das Portal soll am Totensonntag (26. November) unter der Adresse www.trauer.de ans Netz gehen - vermutlich handelt es sich um den offiziellen Starttermin, denn bereits jetzt sind einige Seiten online. Es sei Teil der gemeinsamen Internet-Plattform "ISA" (Immobilien, Stellenanzeigen, Automobil), sagte ein WAZ-Sprecher.

Gedacht sei Trauer.de für Menschen, die einen Angehörigen verloren haben oder allgemein um Menschen trauern, gab das Magazin W&V den Verleger Dirk Ippen wieder. Es sei eine "Weiterentwicklung der Todesanzeige", an der die Verlage inzwischen seit eineinhalb Jahren arbeiteten. Man könne elektronisch kondolieren, Friedhöfe finden oder Trostworte austauschen. Auch gibt es einen Kondolenzbereich für prominente Verblichene. Wirtschaftlich sei Trauer.de interessant, weil man beispielsweise Anzeigen von Blumengeschäften im Umfeld von Friedhöfen auflisten könne. "Millionenumsätze kann man damit aber nicht machen", zitiert das Magazin Verleger Ippen. (dpa/ajf)

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