Verkehrssicherheit

Toyota-System überwacht Augenbewegungen des Fahrers

Dienstag, 22.01.2008 | 13:16 von Markus Pilzweger
Toyota wird in diesem Jahr in bestimmte Modelle ein neues Verkehrssicherheitssystem integrieren, das Unfälle vermeiden oder zumindest abmildern soll. Hierfür werden permanent die Augenbewegungen des Fahrers überwacht. Sollte dieser abgelenkt oder schläfrig sein, wird das System aktiv.
Bei vielen Verkehrsunfällen ist nachlassende Konzentration eine der Hauptursachen. Dem will Toyota nun entgegenwirken - ein entsprechendes Sicherheitssystem soll noch in diesem Jahr in bestimmte Auto-Modelle des Unternehmens integriert werden. Das System basiert auf einer Kamera, die das Gesicht des Fahrers permanent überwacht und dabei insbesondere das obere und das untere Augenlid. Die Messungen sollen Aufschluss darüber geben, wie aufmerksam der Fahrer noch ist, beziehungsweise, ob er überhaupt noch nach vorne sieht. Darüber hinaus überwacht das System per Radar, was auf der Straße vor dem Fahrzeug passiert.

Kommt das System nun aufgrund der Verkehrssituation zu dem Schluss, dass ein Unfall möglich wäre, wird diese Information mit Aufmerksamkeitsdaten des Fahrers abgeglichen. Ist der Fahrer abgelenkt, ertönt ein Warnsignal und ein Warnlicht leuchtet auf. Reagiert der Fahrer darauf hin nicht und ein Unfall wird wahrscheinlicher, wird das System rabiater und die Bremse wird in schnellen Intervallen ausgelöst und wieder gelöst. Gleichzeitig zu dieser Ruckelwarnung wird das so genannte "Pre-Crash Brake Assist System" aktiviert. Kommt das System zu dem Schluss, dass ein Unfall nicht mehr zu vermeiden ist, werden die Bremsen ausgelöst und die Fahrergurte gestrafft, um die Folgen des Zusammenstoßes zu mildern. Unklar bleibt in diesem Zusammenhang, weshalb das System nicht rechtzeitig stark genug abbremst, um einen Unfall komplett zu vermeiden.

Welche Modelle Toyota mit dem neuen Sicherheitskonzept ausstatten wird, ist bislang nicht bekannt. Es dürfte sich aber in erster Linie eher um Fahrzeuge aus der Oberklasse handeln. Ob die neue Technik auch außerhalb Japans zum Einsatz kommen wird, steht noch nicht fest.

Neben Toyota verfolgen auch andere Hersteller ähnliche Technologien. So präsentierte Nissan im vergangenen Jahr ein System, das ebenfalls die Augenbewegungen des Fahrers überwacht und gegebenenfalls einschreitet. Bei diesem System wird allerdings nur versucht, den Fahrer zu wecken, die Verkehrssituation in Fahrtrichtung des Autos wird aber nicht überwacht. Zudem befindet sich das Nissan-System noch im Prototyp-Status.

Dienstag, 22.01.2008 | 13:16 von Markus Pilzweger
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