22.03.2012, 18:55

Michael Söldner

Verizon-Studie

2011 war das Jahr der Hacktivisten

©verizon.com

Aus dem jährlichen Data Breach Investigations Report des US-Providers Verizon lässt sich ableiten, dass das vergangene Jahr für Hacktivisten besonders erfolgreich verlief.
Das neue Jahr begann für die Hackervereinigung Anonymous mit Rückschlägen und der Verhaftung vieler Mitglieder. Der Data Breach Investigations Report, der alljährlich vom US-Provider Verizon erstellt wird, zeigt jedoch auf, dass 2011 als das Jahr der Hacktivisten bezeichnet werden kann.

Als Grundlage für den Report dienten Befragungen zahlreicher Firmen sowie Polizeidienststellen in den USA, Australien, Großbritannien, den Niederlanden oder Irland. Von den im Jahr 2011 verzeichneten 855 Einbrüchen gingen drei Prozent auf das Konto der Hacktivisten. Noch im Vorjahr lag dieser Wert bei weniger als einem Prozent. Unter den Opfern der politisch motivierten Hacker befanden sich ausschließlich große Unternehmen, dort wurden über 100 Millionen Nutzerdaten gestohlen.

In den Vorjahren hätten sich Hacktivisten eher darauf konzentriert, Webseiten zum Absturz zu bringen oder diese zu verändern. Der Datendiebstahl in einem derartigen Ausmaß sei hingegen neu und für den Ruf der Unternehmen besonders gefährlich.
Die an Profit orientierten Hacker hätten ihre Angriffe im Gegensatz zu den Hacktivisten eher auf kleinere Unternehmen ausgerichtet. Den professionellen Datendieben gänge es primär eher um das unbemerkte Stehlen von verkäuflichen Informationen, Hacktivisten hingegen wollen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erlangen.
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
Windows 8: Alle Informationen
Windows 8
Alle Details

Alle Informationen und Updates zum neuen Betriebssystem Windows 8 von Microsoft. mehr

- Anzeige -
PC-WELT Specials
1407357
Content Management by InterRed