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Programmierer stiehlt persönliche Daten von 9 Millionen Griechen

22.11.2012 | 18:04 Uhr |

Die Polizei in Athen hat in dieser Woche einen Verdächtigen verhaftet, der persönliche Daten von mehr als neun Millionen Griechen gestohlen haben soll.

Die Polizei in Athen machte bei einer Hausdurchsuchung in dieser Woche eine außergewöhnliche Entdeckung. Ein 35-jähriger Programmierer soll die persönlichen Daten von mehr als zwei Dritteln aller Griechen gestohlen haben. Auf dem Computer des Verdächtigen fanden die Ermittler über neun Millionen Datensätze mit Ausweis-Daten, Adressen, Steuernummern und Nummernschildern. Einige der Datensätze seien laut den Behörden doppelt angelegt, wodurch bislang noch unklar ist, wie viele Griechen von dem groß angelegten Datendiebstahl tatsächlich betroffen sind.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurde der verdächtige Dieb in Athen verhaftet. Noch in dieser Woche soll er dem Staatsanwalt vorgeführt werden, der dann entsprechende Anklagepunkte erheben wird.

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Dem Programmierer könnte nicht nur eine Strafe für den Diebstahl der Daten drohen, die Behörden vermuten auch, dass der 35-Jährige die persönlichen Informationen verkaufen wollte. Laut Polizeisprecher Christos Manouras müsse man nun ermitteln, wie der Mann in den Besitz der Daten gelangen konnte und ob ein Weiterverkauf geplant war. Ob der Verdächtige einen Komplizen hatte und ob die Daten eventuell durch den Hack auf einen Regierungsserver erbeutet wurden, ist noch unklar.


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