14.07.2012, 05:01

Denise Bergert

Vergleich

LG & Co. werden für LCD-Preisabsprachen zur Kasse gebeten

©Apple

Wegen illegaler Preisabsprachen bei ihren LCD-Panels müssen LG, Samsung, Toshiba und AU Optronics knapp 1,12 Milliarden US-Dollar Strafe zahlen.
Die großen Namen im LCD-Business sehen sich seit einigen Monaten einem Gerichtsverfahren wegen illegaler Preisabsprachen gegenüber. Um einer möglicherweise höheren Strafe zu entgehen, haben sich LG, Samsung, Toshiba und AU Optronics heute im Rahmen eines Vergleichs auf eine freiwillige Zahlung geeinigt.
Den Mammut-Anteil mit einer Schadenersatz-Summe von 380 Millionen US-Dollar wird dabei LG Display Co. beisteuern. Die AU Optronics Corp. wird mit 170 Millionen US-Dollar zur Kasse gebeten. Mit 21 Millionen US-Dollar entfällt schließlich ein relativ kleiner Anteil auf Toshiba. Damit reihen sich die drei Unternehmen in die Riege von Samsung und sieben weiteren Firmen ein, die sich in den vergangenen Monaten bereits auf Schadenersatz-Zahlungen einigen konnten. Auf den Apple-Zulieferer Samsung entfiel dabei ein Anteil von 240 Millionen US-Dollar.
Bereits im Jahr 2008 war der Verdacht aufgekommen, dass sich LCD-Hersteller im Rahmen von illegalen Preisabsprachen auf zu hohe Gebühren für ihre Auftraggeber geeinigt hatten. Die beschuldigten Unternehmen, darunter LG und Toshiba, haben ein solches Vorgehen bislang nicht zugegeben, zahlen nun jedoch Schadenersatz, um einem Gerichtsurteil zu entgehen.
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