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Vergessenes Passwort kostet 20 Euro

20.06.2005 | 14:29 Uhr |

Ein Studie zeigt, dass die Hälfte aller Angestellten regelmäßig ihre Passwörter vergessen.

In einer kürzlich durchgeführten Studie der Meinungsforscher von Collier & Schwab wird gezeigt, dass durch den vermehrten Einsatz von Passwörtern für EDV-Systeme in Unternehmen neue Kosten entstehen. Die im Auftrag der Paladin Group erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte aller Angestellten in Unternehmen mindestens einmal im Jahr ihr Passwort vergessen.

In der Folge muss dem Anwender ein neues Passwort zugeteilt werden. Das verursacht im Durchschnitt einen Arbeitssausfall von 20 Minuten. Zusammen mit den Kosten für den Einsatz des IT-Supports beziffert die Studie die Kosten auf durchschnittlich 20 Euro pro Vorfall. Errechnet man auf dieser Basis die Kosten für ein Unternehmen mit 500 Angestellten, kommt man leicht auf 10.000 Euro im Jahr.

Die scheinbare Erhöhung der Sicherheit durch mehr und sicherere Passwörter verkehrt sich schnell ins Gegenteil, wenn die Mitarbeiter ihre Passwörter etwa auf Haftnotizen an den Monitor kleben, weil sie sich die Passwörter nicht merken können oder wollen. Dieses Verhalten wird noch gefördert, wenn sich Benutzer bei mehreren Systmen oder Anwendungen mit jeweils anderen Passwörtern anmelden müssen.

Als mögliche Lösung schlägt Paladin so genannte Single-Sign-On-Systeme vor. Der Benutzer erhält ein so genanntes Token, zum Beispiel eine Smartcard, mit der er sich einmal am System anmeldet. Single-Sign-On kümmert sich dann automatisch darum, dass er Zugriff auf alle für ihn freigegebenen Ressourcen erhält und dass die Passwörter für die einzelnen Ressourcen und Anwendungen regelmäßig erneuert werden.

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