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Verfassungschutz will Windows 2000 überprüfen

07.03.2000 | 15:04 Uhr |

Das Bundesinnenministerium verhandelt mit Microsoft über eine Überprüfung des Quellcodes von Windows 2000. Das neue Betriebssystem ist im Februar auf den Markt gekommen. Microsoft wünscht offenbar den offiziellen Segen der Verfassungsschützer, damit Windows 2000 auch in Behörden zum Einsatz kommt.

Das Bundesinnenministerium verhandelt mit Microsoft über eine Überprüfung des Quellcodes von Windows 2000. Das neue Betriebssystem ist im Februar auf den Markt gekommen. Laut Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" befürchtet Microsoft offenbar, dass seine neueste Windows-Version ohne amtliches Gütesiegel bei deutschen Behörden keine Verwendung findet und auch Privatkunden beim Kauf zögern. Hintergrund der Verhandlungen ist der Verdacht, das Betriebssystem könnte Sicherheitsmängel enthalten.

Obwohl bislang keine Indizien vorliegen, wird unter Experten diskutiert, ob mit Hilfe des Programmmoduls "Diskeeper" Daten auf der Festplatte von Windows-2000-Rechnern über das Internet ausspioniert werden können. Die Windows-Komponente ist ein Programm zur Festplattenwartung und wurde von der kalifornischen Firma Executive Software entwickelt, die dem Scientology-Mitglied Craig Jensen gehört. Mit Hilfe des Quellcodes könnten Verfassungsschützer feststellen, welche Funktionen Diskeeper tatsächlich beinhaltet. (PC-WELT, 07.03.2000, dpa/ he)

Win 2000: Scientology-Software wird überprüft (PC-WELT Online, 17.2.2000)

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