189403

Verfahren gegen mutmaßlichen Zotob-Programmierer eröffnet

15.09.2005 | 16:41 Uhr |

In dieser Woche beginnt in Marokko das Gerichtsverfahren gegen einen mutmaßlichen Programmierer diverser Internet-Würmer.

In Marokkos Hauptstadt Rabat hat am Dienstag das Gerichtsverfahren gegen Farid E. begonnen, dem vorgeworfen wird, er habe unter anderen den Internet-Wurm "Zotob" programmiert. Er soll den Wurm an einen Mittäter in der Türkei geliefert und dafür Geld erhalten haben. Auch für weitere Würmer, so etwa solche aus der "Mytob"-Familie, soll er verantwortlich sein.

Farid E., der sich im Internet "Diabl0" genannt haben soll, und sein mutmaßlicher Komplize Atilla E. ("Coder") wurden Ende August verhaftet ( wir berichteten ). An den Ermittlungen war neben dem FBI und lokalen Polizeibehörden auch Microsoft beteiligt. Sicherheitsfachleute zeigten sich überrascht, dass es so kurz nach dem Auftreten der Zotob-Würmer bereits einen Fahndungserfolg gab.

Farid E. bestreitet gegenüber dem Gericht in Rabat jede Beteiligung an den ihm vorgeworfenen Taten. Er habe den Zotob-Wurm weder programmiert noch verbreitet. Sein Anwalt, Mohamed Fertat, geht davon aus, dass im Laufe des Verfahrens keine Schuld seines Mandanten nachgewiesen werden könne und er nicht verurteilt würde. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Gefängnis. Nach der ersten Vernehmung bleibt Farid E. weiterhin in Haft.

Wenige Tage nach der Verhaftung der beiden mutmaßlichen Haupttäter wurden in der Türkei weitere 16 Verdächtige festgenommen ( wir berichteten ). Die Gerichtsverfahren in der Türkei sind noch nicht eröffnet.

Sicherheits-Newsletter : Sie möchten in punkto Sicherheit immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie doch einfach unseren kostenlosen Security-Newsletter. Dieser wird werktäglich verschickt. Bei Bedrohungen, die sofortiges Handeln erfordern, erhalten Sie zudem einen Security-Alert per Mail. Sie können den Newsletter auf dieser Website bestellen .

0 Kommentare zu diesem Artikel
189403