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Verdacht auf Kinderarbeit bei Samsung

10.07.2014 | 19:07 Uhr |

Bei einer chinesischen Zulieferer-Firma von Samsung sollen minderjährige Studenten und Kinder beschäftigt werden. Samsung will die neuen Vorwürfe prüfen.

Bereits 2012 und 2013 wurde Samsung der Kinderarbeit beschuldigt. In dieser Woche tauchen erneut Hinweise auf die Beschäftigung von Minderjährigen beim Elektronik-Hersteller auf. Die in New York ansässige Organisation China Labor Watch (CLW) will Beweise dafür gefunden haben, dass beim Samsung-Zulieferer Shinyang Electronics Kinder beschäftigt werden.

Ein Undercover-Ermittler von CLW hatte im vergangenen Monat in der Fabrik angeheuert. Er fand heraus, dass die chinesische Firma in der Hauptsaison Kinder und minderjährige Studenten beschäftigt. Diese müssten über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten ganze elf Stunden am Tag arbeiten – ohne bezahlte Überstunden oder Sozialversicherungsleistungen. Der CLW-Ermittler lieferte in seinem Bericht sogar einige Beweisfotos.

Samsung könnte durch die neuen Hinweise ein Image-Schaden drohen. Rühmt sich das Unternehmen doch mit der Einhaltung von Richtlinien gegen Kinderarbeit. Erst kürzlich hatte der Konzern in einem Report betont, dass bei den Zulieferern zwar noch nicht alle Sicherheitsstandards eingehalten würden, Kinderarbeit gebe es jedoch bei keinem der Partner. In einer Stellungnahme gegenüber The Next Web betonte ein Unternehmenssprecher, dass man den Hinweisen sofort nachgehen und entsprechende Maßnahmen einleiten wolle.

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