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Verbrecherjagd im Netz

27.10.2000 | 12:00 Uhr |

Eine Gruppe von US-Kriminalexperten hofft, Verbrechen künftig mit Hilfe des Webs aufdecken zu können. Die Kriminalpolizei im US-Bundesstaat Utah initiierte mit Hilfe des Utah Criminal Tracking and Analysis Project eine Website, auf der Informationen über ungelöste Mord- und Todesfälle sowie vermisste Personen publik gemacht werden.

Eine Gruppe von US-Kriminalexperten hofft, Verbrechen künftig mit Hilfe des Webs aufdecken zu können. Die Kriminalpolizei im US-Bundesstaat Utah initiierte mit Hilfe des Utah Criminal Tracking and Analysis Project eine Website, auf der Informationen über ungelöste Mord- und Todesfälle sowie vermisste Personen publik gemacht werden.

Die Website soll Ermittlern in den gesamten USA die Möglichkeit bieten, Daten und Erfahrungen auszutauschen oder sich über ähnliche Fälle zu informieren. Zudem hoffen die Betreiber auf Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Klärung der Verbrechen beitragen können.

"Es ist wie Aktenzeichen XY im Cyberspace", erklärte Mike King, Chef der Kriminalpolizei im US-Bundesstaat Utah und Koordinator des Web-Projekts, gegenüber der "New York Times". "Ermittler könnten dadurch etwa auf Parallelen zwischen zwei Fällen aufmerksam werden und einem Serienkiller auf die Spur kommen."

Informationen aus der Bevölkerung zu den auf der Website publizierten Verbrechen können via E-Mail direkt an die jeweils zuständige Polizeibehörde übermitteltet werden. Die Betreiber setzen darauf, dass die relative Anonymität von E-Mails die Bevölkerung zu reger Mithilfe anregt. King zufolge steht derzeit ein zwölf Jahre zurückliegender Mordfall dank Hinweisen per E-Mail kurz vor der Aufklärung.

Bislang wurden etwa 10 bis 15 Prozent aller in den USA bislang ungelösten Mord- und Todesfälle online gestellt. (PC-WELT, 27.10.2000, jas)

www.utap.org

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