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Verbraucherzentralen fordern mehr Schutz für Internet-Nutzer

Internet-Nutzer müssen nach Ansicht des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) besser vor Betrügereien und Missbrauch geschützt werden.

Die gut 34 Millionen deutschen Internet-Nutzer müssen nach Ansicht des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) besser vor Betrügereien und Missbrauch geschützt werden. "Geschäfte im Internet müssen so sicher werden wie das Einkaufen im Supermarkt", sagte die Vorstandsvorsitzende Edda Müller am Freitag in Berlin. Zum Weltverbrauchertag am kommenden Dienstag forderte sie sichere Systeme beim Online-Banking und härtere Strafen gegen Werbemüll (Spamming). Jede Weitergabe personenbezogener Daten ohne ausdrückliche Genehmigung sei zu verbieten.

"Derzeit verdienen die Sicherheits-, Datenschutz- und Verbraucherschutzstandards der Online-Branche im Schnitt die Note mangelhaft", sagte Müller. "Verbraucherrechte im Internet werden ignoriert, ausgehebelt oder trickreich umgangen." Intransparenz und fehlende Sanktionen bei Missbrauch machten das World Wide Web zu einem Tummelplatz unseriöser Anbieter.

Allein 20 Millionen Deutsche erledigten derzeit ihre Bankgeschäfte am Computer. Gegen das Ausspionieren der Geheimzahl durch Betrüger forderte Müller fälschungssichere Websites durch obligatorische Signaturen der Banken. Beim Einkauf über das Internet müsse das Prinzip "Erst die Ware, dann das Geld" fest verankert werden.

Widerspruch gegen überzogene Telefongebühren schriftlich begründen (PC-WELT Online, 07.03.2005)

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