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Verbraucherzentrale warnt vor Youtube-Abmahnern

07.03.2014 | 15:12 Uhr |

Weil man 2013 angeblich ein urheberrechtliches Youtube-Video geschaut habe, soll man nun 40 Euro zahlen. Das fordern zwei Anwälte, die vielleicht gar keine sind, warnt die Verbraucherzentrale.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt vor derzeit kursierenden Youtube-Abmahnschreiben zweier angeblicher Rechtsanwälte. Diese nennen sich Zajonc und Ruck und der Empfänger der Abmahnung soll circa 40 Euro für eine angeblich im Jahr 2013 begangene Urheberrechtsverletzung auf Youtube überweisen. Die Verbraucherzentrale rät, nicht zu bezahlen. Denn weder Dirk Uwe Zajonc, noch Florian Ruck aus Gütersloh seien im bundesweiten amtlichen Anwaltsverzeichnis gelistet. Das wertet die Verbraucherzentrale als Indiz dafür, dass sie überhaupt nicht als Anwälte zugelassen sind.

Urheberrechtsexperte Jan Wilschke von der Verbraucherzentrale Brandenburg dazu: "Das Anschreiben ist als höchst unseriös einzustufen. Es wird nicht einmal der Name des vermeintlich abgemahnten Videos angegeben, außerdem genügen nach unserer Auffassung die Abmahnschreiben in keiner Weise den rechtlichen Anforderungen [des Paragrafen 97a Urheberrechtsgesetz]. Es scheint sich um Trittbrettfahrer zu handeln, die auf schnell verdientes Geld aus sind."

Konkret sollen die Empfänger das Schreiben in den Papierkorb werfen oder bei der Polizei Strafanzeige stellen.

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