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Verbraucherzentrale kritisiert Mängel beim Löschen von Online-Profilen

29.05.2013 | 14:54 Uhr |

Wer bei Facebook & Co. sein Profil löschen will, muss entweder lange suchen oder verzweifelt an der Suche, weil es nämlich gar keine Möglichkeit dazu gibt. Das sei noch immer zu oft der Fall, kritisiert der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat 19 Online-Dienste auf die Löschmöglichkeiten des eigenen Profils hin untersucht . Seit der letzten Untersuchung 2011 habe sich kaum etwas getan, kritisiert der vzbv. Nur 8 der 19 Plattformen würden die Löschmöglichkeit an der zu erwartenden Stelle anbieten: nämlich in den Kontoeinstellungen oder Profilinformationen. Bei sieben weiteren Diensten müsse der Nutzer erst die Hilfe-Funktion bemühen, um überhaupt ans Ziel zu kommen. Und vier Dienste bieten überhaupt keine Lösch-Funktion, monieren die Verbraucherschützer.

„Das Löschen muss so einfach wie das Anmelden sein. Wir brauchen ein durchsetzbares Recht auf die Löschung persönlicher Daten. Dafür muss sich die Bundesregierung in der EU einsetzen“, fordert vzbv-Vorstand Gerd Billen. Tatsächlich arbeitet die EU derzeit an einer Datenschutz-Grundverordnung, welche unter anderem das "Recht auf Vergessenwerden" vorsehe. Der Verbraucherzentrale Bundesverband unterstützt diesen Entwurf und fordert, dass auch die weitergegeben Daten an dritte Firmen gelöscht werden müssen, wenn der User sein Profil löscht.

Im Vergleich zum ersten Check 2011 haben lediglich zwei der untersuchten Dienste das Löschen etwas einfacher gestaltet. Drei der damals vermeintlich gelöschten Profile ließen sich aber laut vzbv leicht wiederherstellen - sie waren nie wirklich gelöscht worden.

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