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Verbraucherschützer mahnen E-Plus ab

18.07.2014 | 15:14 Uhr |

Wegen einer Vertragsänderung bei Base-Kunden haben die Verbraucherschützer von Nordrhein-Westfalen E-Plus abgemahnt. Der Konzern rudert nun zurück.

Dass E-Plus zum 1. Juni 2014 seine Vertragsklauseln für Base-Kunden um eine Datenautomatik ergänzt hatte, wollten die Verbraucherschützer von Nordrhein-Westfalen nicht hinnehmen. Die besagte Klausel ermöglicht das dreimalige automatische Hinzubuchen von Surf-Volumen, wenn der Base-Kunde sein Volumen pro Monat schon aufgebraucht hat. Diese Automatik-Funktion ist aber mit Extra-Kosten verbunden. Erst nach dem dritten Hinzubuchen soll die Surfgeschwindigkeit (kostenfrei) auf 56 kbit/s reduziert werden. Wer also nicht aufpasst und mehr surft, als im Vertrag vorgesehen, muss am Ende des Monats draufzahlen, monieren die Verbraucherschützer und haben E-Plus darum abgemahnt.

E-Plus habe nun eingelenkt, berichten die Verbraucherschützer. Die kritisierten Vertragsbestandteile wolle man bis zum 1. August wieder entfernen. Ab sofort dürfe sich E-Plus aber schon nicht mehr auf "die zwangsweise untergeschobene Datenautomatik" berufen. Alle Base-Kunden, die sich nie bewusst für die Automatik entschieden haben, können ungewollten Zusatzkosten und zukünftigen Tarifumstellungen widersprechen, sagen die Verbraucherschützer.

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