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Verbraucher soll Rückporto zahlen

Einem neuen Vorschlag zum Fernabsatzgesetz zufolge soll der Käufer die Portokosten für die Rücksendung übernehmen, wenn er via Internet bestellte Ware zurück sendet. Das soll aber nur bis zu einem Warenwert von bis zu 80 Mark gelten - ist das Produkt teurer, zahlt der Anbieter das Porto.

Der Vermittlungsausschuss des Bundesrats hat einen Vorschlag zum Fernabsatzgesetz vorgelegt. Danach soll der Käufer die Portokosten für die Rücksendung übernehmen, wenn er via Internet bestellte Ware zurück sendet. Das soll aber nur bis zu einem Warenwert von bis zu 80 Mark gelten - ist das Produkt teurer, zahlt der Anbieter das Porto.

Eine Ausnahme soll allerdings für den Buchhandel gelten, da hier so viele Rücksendungen erfolgen, dass das neue Gesetz fatale Folgen für den Anbieter hätte. Laut Bundesverband der Deutschen Versandbuchhändler liegt die Rücksendequote für Bücher bei etwa zehn Prozent.

Das Fernabsatzgesetz gilt auch für andere Versandformen - etwa per Telefon oder Mail. Bislang konnten die Kunden die Lieferung innerhalb von 14 Tagen gegen Erstattung des Kaufpreises grundlos zurückschicken - die Portokosten übernahm der Anbieter.

Bundesrat und Bundestag wollen noch in dieser Woche über den Gesetzentwurf beraten. Wird er verabschiedet, könnte das neue Fernabsatzgesetz am 30. Juni in Kraft treten. (PC-WELT, 08.06.2000, dpa/ sp)

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